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Beinahe jeder, der Kinder hat, kennt diese Situation, wenn das eigene Kind aus dem Kindergarten oder aus der Schule heimkommt und erzählt, dass es dort immer wieder geärgert wird.

Es wird vielleicht „nur“ beschimpft, gehänselt oder muss sich Spitznamen gefallen lassen. Vielleicht wird ja auch geschubst oder sogar geschlagen. Das Kind weint dann vielleicht, will nicht mehr hingehen. Was tun?

Ich hatte kürzlich so eine Situation mit meiner neunjährigen Tochter. Urplötzlich verkündete sie, dass sie die Schule wechseln will. Und dann erzählte sie mir, dass sie seit einigen Tagen Ärger mit ein paar Kindern aus ihrer Klasse hatte. Sie hätten ihr einen fiesen Spitznamen gegeben und würden ständig irgendwelche Lügen über sie behaupten.

Es ging also um gewöhnliche Hänseleien unter Kindern. An sich ja nicht wirklich Schlimmes. Aber für ein Kind schlimm genug. Da saß ich also. Ich habe ihr einfach zugehört und versprochen, mir auf jeden Fall etwas einfallen zu lassen.

Welcher Rat ist in so einer Situation angebracht?

Früher hätte ich ihr geraten für sich einzustehen, sich nichts gefallen zu lassen, keine Schwäche zu zeigen. „Schlägt dich jemand, schlage zurück! Zahle mit gleicher Münze heim!“ Früher war ich aber ungläubig. Nun bin ich aber gläubig geworden! Würde so ein Rat, wie er in dieser Welt üblich ist und wie er der Lehre dieser Welt entspricht, nicht Gottes Wort, der Bibel, widersprechen? Ja, auf jeden Fall! Denn die Bibel lehrt uns Folgendes über den Umgang mit unseren Nächsten (im Falle meiner Tochter im Umgang mit ihren Mitschülern):

„… und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer“ (Mt 12,33). Und im Römerbrief lesen wir: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung“ (Röm 13,10).

Das bedeutet also: Wenn Gottes Geist in mir ist (und GOTT IST, wie es geschrieben steht, SELBST DIE LIEBE!), dann habe ich auch die Liebe zu allen Menschen in mir. Unabhängig von deren Handlungen oder Verhalten mir gegenüber. Jesus ist für ALLE Menschen gestorben!

Würde ich mir wünschen, dass man MICH fies behandelt oder schlägt? Liebt Gott nicht alle Menschen gleich?

Im Matthäusevangelium steht geschrieben: “ … Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Mt 5,45). Weil ER, GOTT ALLE liebt!

Nun lesen wir in 1 Petrus 3,9 die folgenden Worte: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.“

Ich liebe Gott! Das bedeutet, dass ich Sein Wort liebe!

Ganz wie es in 1 Johannes 5,3 geschrieben steht: „Denn das ist die Liebe zu Gott; dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.“ Oder 1 Johannes 3,24: „Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.“

Diese Welt hat aber einen anderen Geist. Es ist nicht GOTTES Geist. Es ist keine Liebe. Denn in dieser Welt gibt es keine Liebe. Diese Welt kann also nur hassen. Sie kann nicht anders. Es ist ihre Natur. Es ist ihre Natur Böses zu reden und Böses zu tun. Und das kann man auch einem Kind erklären. Man muss es nur „kindgerecht verpacken.“

Sehr zu meiner Freude war ich am darauffolgenden Sonntag mit dem Kindergottesdienst an der Reihe. Also habe ich die Situation mit meiner Tochter zum Anlass genommen, mich mit diesem Thema tiefer zu befassen. Außer den bereits erwähnten Bibelstellen, habe ich ihr außerdem noch die Folgenden vorgelesen: Sprüche 20,22: „Sprich nicht „Ich will Böses mit Bösem vergelten.“ Harre des Herrn, der wird dir helfen.“

So wie ich mich selbst in allem und NUR auf Gott verlasse (und das lebe ich meinem Kind vor), so bringe ich es meinem Kind auch bei. Mein Glaube ist ein LEBENDIGER Glaube!

Außerdem: „Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes, denn es steht geschrieben (5 Mose – 32,35): „Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr“ (Röm 12,19). Somit gibt es nur EINE Lösung: Beten! Denn: „… alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr`s empfangen“ (Mt 21,22).

Ich habe also den Kindern Folgendes gesagt: In welche Situationen sie auch kommen: Sie können immer zu Gott beten. Und dem Geist, der durch das sie ärgernde Kind wirkt, (in Gedanken) sagen: „Geh weg von mir! Ich glaube an Jesus Christus!“ Denn genau dieser Gott, der die Sonne, einen riesigen Feuerball, an den Himmel gesetzt und auch die ganze Welt erschaffen hat, wird sie niemals im Stich lassen.

Wenn sie denn fest glauben und nicht zweifeln! Gibt es denn jemanden, der stärker ist als Gott? Nein! Es gibt also gar keinen Grund, vor irgendjemandem oder irgendetwas Angst zu haben!

Denn: “ … Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ (Röm 8,31).

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Liebe deine Feinde, und bete für die, die dich (mit bösen Worten) verfolgen.
    Lass dein Herz nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten! Und wenn du Hilfe beim Guten brauchst, dann bitte um den Heiligen Geist, damit dein Herz barmherziger, gütiger und geduldiger wird. Einfach, nein, aber machbar, wenn man alles Gott übergibt …

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