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Wie wird man vor Gott gerecht? Wie kann ein Mensch die Unsterblichkeit erlangen? Im Alten Testament hatten die Menschen durch das Einhalten der zehn Gebote und der vorgeschriebenen Gesetze die Möglichkeit dazu. Sie konnten die Unsterblichkeit mit den eigenen Werken „verdienen“. Die Unsterblichkeit, welche die Heiligkeit und Gerechtigkeit ist, wurde ihnen zugerechnet, wenn sie die Gesetze erfüllten. Hierfür gab ihnen Gott die zehn Gebote, indem er zehn Worte auf zwei steinerne Tafeln schrieb. Er gab diese zehn Gebote Moses, der das Volk lehrte. Bis ins allerletzte Detail schrieb das Gesetz dem Volk vor, was man tun musste, um Gott wohlgefällig zu sein.

„[…] Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er’s tue“ (Gal 3,10; 5 Mose 27,26)! „Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. […] dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst“ (Jos 1,7 f.).

Die Opfergaben im Alten Testament

Dem Volk Israel überantwortete Gott einen ganzen Staat, welcher autonom und jenseits von anderen Nationen existieren konnte. Dank dieser Unabhängigkeit wurden die Menschen von niemandem daran gehindert, das Gesetz zu erfüllen. Jeder wurde von klein auf im Gesetz gelehrt und Israel fügte sich den Geboten und versuchte, sich daran zu halten.

Aber: „Durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch vor ihm gerecht sein. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“ (Röm 3,20). Gott wusste wohl, dass die Menschen unfähig waren, das Gesetz zu erfüllen. Das Gesetz bestimmte deshalb für diesen Fall Opfergaben als Vergebung für die Sünden. Doch auch die Opfergaben wurden mit Glauben vollbracht: Man opferte und glaubte an die Vergebung, die man dadurch erhielt.

Die Opfergaben im Alten Testament brachten die Liebe zu Gott zum Ausdruck. Wer Gott und seine Gebote liebte, aber das Gesetz übertrat, brachte aus Liebe zu Gott die vom Gesetz geforderte Opfergabe. Und dafür bekam der Mensch von Gott Gnade und Rechtfertigung. Auf diese Art und Weise war es Israel gegeben, sich zu retten.

Das Gesetz wird geschwächt

Jahrhunderte vergingen und das Volk Israel bemühte sich in diesem Gesetzesrahmen zu leben. Sie fielen aber oftmals ab und wurden zu Übertretern, taten Buße und wendeten sich wieder Gott zu. Sie fielen erneut ab, kehrten um; und das geschah vielfach. Gott begnadigte sein Volk immer wieder aufs Neue, vergab ihnen, segnete sie, bis die Furcht vor den Geboten immer mehr verblasste: „Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war […]“ (Röm 8,3). Das Volk Israel sah die anderen Völker und dass diese ohne Gesetz teilweise besser lebten. Sie ärgerten sich darüber und verwarfen auch ihr Gesetz immer häufiger.

Hier stellt sich die Frage, warum das Gesetz immer häufiger verworfen wurde und Israel immer öfter den heidnischen Götzen verfiel? Weil diese Götzen sichtbar und furchteinflößend waren. Aber der Gott Israels war nicht sichtbar. Dies zeigt deutlich, dass ein seelischer und irdisch gesinnter Mensch erst dann Ehrfurcht bekommt, wenn er etwas mit seinen Augen sieht. Das geistliche Leben ist ihm verborgen.

So kam es, dass die Furcht vor dem Gesetz Moses immer mehr verblasste und die Furcht vor den sichtbaren Götzen zunahm.

Die Unfähigkeit Israels das Gesetz Moses zu erfüllen

Trotz aller Bemühungen war es dem Volk Israel letztendlich unmöglich, das Gesetz Moses vollständig zu erfüllen. Als Folge dessen kamen viele von ihnen um, sie wurden über den gesamten Erdkreis zerstreut. Es wurde offensichtlich, dass durch des Gesetzes Werke die Errettung nicht möglich ist! Vielmehr offenbarte sich das Gesetz als die Kraft der Sünde. Das Gesetz des Buchstabens kam dem Teufel sehr gelegen, er nutzt es aus, um den Menschen damit zu verurteilen. Denn der Teufel wirkt im Menschen durch das Gesetz der Sünde und des Todes. Durch diese innewohnende Gesetzmäßigkeit bringt er den Menschen dazu, das Gesetz Moses zu brechen und verurteilt den Menschen daraufhin durch eben dieses Gesetz. Der Mensch richtet und quält sich, versteht aber nicht, dass der Teufel diesen Kreislauf in ihm bewirkt.

Das Gesetz Moses hat seinen Auftrag erfüllt

Das Neue Testament des Herrn Jesus Christus offenbart alles über das Gesetz des Buchstabens, das auf steinernen Tafeln geschrieben war. „[…] Denn der Buchstabe tötet, […] der Dienst, der den Tod bringt und der mit Buchstaben in Stein gehauen war“ (2 Kor 3,6 ff.) hatte seine Herrlichkeit für diejenigen, die bemüht waren dieses zu erfüllen.

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