Überspringen zu Hauptinhalt

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, […] voller Gnade und Wahrheit. […]

Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden (Joh 1,14-17).

Was ist Gottes Gnade? Was bewirkt die Gnade im Menschen, wenn er diese versteht und annimmt? Und warum bleibt sie doch für viele verborgen und unbegreiflich?

Die Menschheit war durch ihr gottloses Wandeln unwiderruflich im Tod und in der Finsternis gefangen. Für ihre Verbrechen erwartete sie die ewige Finsternis, so wie geschrieben steht:

Da ist keiner, der gerecht sei, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig sei; da ist keiner, der nach Gott frage. Sie sind alle abgewichen und allesamt unnütz geworden.

Da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer. […] und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. […] alle Welt wird vor Gott schuldig sein, weil kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; […] (Röm 3,10-20).

[…] sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag’s auch nicht
(Röm 8,7).

Gott liebt alle Menschen

Obwohl die Menschen Gott verworfen haben, hat er sie in seiner Liebe begnadigt: „Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir durch die Sünden tot waren, mit Christus lebendig gemacht (denn aus Gnade seid ihr selig geworden)“ (Eph 2,4 f.). „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst und rechnete ihnen ihre Übertretungen nicht an […]“ (2 Kor 5,19).

Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib auf das Holz hinaufgetragen, damit wir, den Sünden abgestorben, für die Gerechtigkeit leben: durch seine Wunden seid ihr heil geworden
(1 Petr 2,24).

Jesus Christus hat die Menschheit mit Gott versöhnt, indem er den vom Gesetz geforderten Tod auf sich nahm. Damit erkaufte er die Menschheit vor der ewigen Verdammnis und schenkte die vollkommene Vergebung der Sünden. „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Sohnschaft empfangen“ (Gal 4,4 f.). […] „Jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils“ (2 Kor 6,2). Dieser Tag begann mit dem Ruf Christi: „Es ist vollbracht!“ Und solange dieser Tag noch andauert, sind den Menschen alle Sünden vergeben, wenn sie daran glauben.

Jeder kann sich retten, solange der Gnadentag steht

Können wir als Menschen zur Befreiung von der Sünde etwas beitragen? Nein, dazu können wir rein gar nichts beitragen! Unser Herr Jesus Christus hat für uns die ewige Errettung erkauft. Alles, was wir tun können, ist, dieses Opfer im Glauben anzunehmen. Deshalb haben wir auch allen Grund, uns zu freuen, Jesus und Gott zu preisen und für diesen Gnadentag, an dem wir seine Stimme zur Errettung hören, zu danken. „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen. Dies ist der Tag, den der Herr macht; wir wollen uns freuen und fröhlich an ihm sein“ (Ps 118,22-24). Beim zweiten Erscheinen von Christus endet der Gnadentag und die Möglichkeit sich zu erretten, wird vorbei sein.

Ein starkes Zeugnis der Gnade ist das Schicksal des Übeltäters, der mit Jesus gekreuzigt wurde. Im letzten Moment wurde seine Seele errettet! „[…] Und er sagte zu Jesus: Herr, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sagte zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23,41-43). Was hat den Übeltäter gerettet? Die einfache und aufrichtige Erkenntnis darüber, wer er war und was er getan hatte, er bekannte Christus als den Retter. Aus menschlicher Sicht hat dieser Übeltäter, der geraubt und gemordet hat, die Errettung sicher nicht verdient. Doch die heilbringende Gnade Gottes hat ihn vor der ewigen Verdammnis errettet (Tit 2,11).

Die Gnade ist ein Geschenk Gottes

Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner großen Liebe willen, mit der uns geliebt hat, auch uns, die wir durch die Sünden tot waren, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet worden – und hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt in die himmlischen Welten in Christus Jesus […]. Denn aus Gnade seid ihr gerettet worden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Es ist Gottes Geschenk, nicht aus Werken, damit sich niemand rühmen kann.
(Eph 2,4-9)

Das Neue Testament brachte die Errettung unabhängig von den Taten. „[…] Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden“ (Röm 5,20). Es gibt keine Sünde, die das Opfer Christi nicht erkauft hätte, ganz gleich wie groß die Sünde auch sein mag. Denn die Gnade, die jeden Sünder errettet, ist größer! Die große Liebe Christi geht über allen menschlichen Verstand hinaus (Eph 3,19; Phil 4,7).

Und noch mehr: Gnade um Gnade

Christus opferte sich, um in uns zu leben!

Und aus seiner Fülle haben wir alle genommen, und zwar Gnade um Gnade“ (Joh 1,16). „Es ist das Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Geschlechtern verborgen war. Jetzt ist es aber seinen Heiligen offenbart, welchen Gott mitteilen wollte, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses […] ist, das ist Christus in euch […] (Kol 1,26 f.).

holybunch-sermon
An den Anfang scrollen