Überspringen zu Hauptinhalt

Die Wassertaufe nimmt bei den Christen eine zentrale Bedeutung ein, doch was genau bedeutet sie?

Die Wassertaufe ist das Wort Gottes, sein Gebot: „[…] nicht das Abwaschen von körperlichem Schmutz, sondern der Bund eines guten Gewissens bei Gott, durch die Auferstehung Jesu Christi“ (1 Petr 3,21 f.).

Durch die Wassertaufe besiegelt der Mensch seinen Tod für diese Welt. Der alte Adam stirbt mit Jesus Christus am Kreuz und es geschieht die Auferstehung der neuen Kreatur.

Die Wassertaufe – ein Siegel

„Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir in Christus Jesus getauft sind, in seinen Tod getauft sind? So sind wir mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, genau wie Christus von den Toten auferweckt ist durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir ein neues Leben leben“ (Röm 6,3-7).

Die Wassertaufe ist ein Siegel, welches den Glauben des Gläubigen bestätigt. Um diese sehr ernste und grundlegende Frage besser zu verstehen, ein Beispiel: Wenn ein Dokument aufgesetzt wird, bekommt es am Ende einen Stempel. Dieser Stempel bestätigt die Gültigkeit des Dokuments. Wenn wir anfangen an Gott zu glauben, beginnen wir unser Dokument zu erstellen. Das sind die Schritte im Glauben: die Buße und die Annahme der Lehre von Golgatha, der Glaube daran, was der Tod und die Auferstehung Jesus Christi für einen selbst bedeuten. Wenn der Mensch diese Glaubensschritte zurückgelegt hat, ist das Dokument erstellt und es muss durch ein Siegel bekräftigt werden. Dieses Siegel ist die Wassertaufe, durch die der Mensch Gott ein reines Gewissen verspricht. Er gibt Gott das Versprechen, für den Rest seines Lebens vor ihm zu wandeln, mit ihm zu leben und ihm mit einem guten und reinen Gewissen zu dienen! Der Mensch gehört von nun an nicht mehr sich selbst, sondern Gott an.

Wenn der Mensch sein Versprechen nicht hält bzw. davon abweicht, macht er sich schuldig vor Gott, er hat die Treue zu Gott gebrochen. Jedem dürfte klar sein, wohin das führt!

In der Schrift sind Beispiele genannt, wie eine Wassertaufe zu vollziehen ist. Eine Taufe fand stets da statt, wo es viel Wasser gab (Joh 3,23): in einem Fluss, Bach oder See, sodass beide in das Wasser eintreten konnten. „[…] und beide stiegen ins Wasser hinein, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn“ (Apg 8,38). Demnach ist es wichtig, dass beide, sowohl der Täufer als auch der Getaufte, ins Wasser eingehen können und der Getaufte von Kopf bis Fuß mit Wasser bedeckt wird. Andere Wassertaufen, bei denen kein vollständiges Untertauchen stattfindet, entsprechen nicht der Wahrheit.

Die Wassertaufe ist also eine Handlung, die das Begräbnis der alten Kreatur, die mit Jesus Christus durch den Glauben am Kreuz gestorben ist, bestätigt. Der Mensch stirbt für diese Welt, so wie Christus für sie gestorben ist und kommt als eine neue Kreatur aus dem Wasser heraus: „Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?“ (Röm 6,3 f).

Solch ein Mensch hat die Bedeutung von Golgatha, den eigenen Tod mit Gott am Kreuz, verstanden und bekennt: Jesus Christus ist mein Leben! Ein anderes Leben existiert für diesen Menschen nicht mehr. Die Wassertaufe ist ein Siegel für all das, an was er nun glaubt. So ist der Mensch vom Tod ins Leben (Joh 5,24), von dieser Welt in das Reich des geliebten Sohnes übergegangen (Kol 1,12 ff.). „Gott, der da reich ist an Barmherzigkeit […]“, hat uns, die wir durch die Sünden tot waren, mit Christus lebendig gemacht […] und hat uns samt ihm auferweckt und mit eingesetzt in die himmlischen Welten in Christus Jesus“ (Eph 2,4 ff.).

holybunch-sermon
An den Anfang scrollen