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„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6).

Die Worte „niemand kommt zum Vater“ weisen darauf hin, dass es notwendig ist zu gehen. Die Bibel sagt uns auch, dass es nur einen einzigen Weg gibt, der zu Gott führt. Es gibt keine zweite oder dritte „Zufahrtsstraße“ ins Himmelreich. Über diesen Weg ist gesagt: „Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden“ (Mt 7,14)!

Und noch mehr: „Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden‘s nicht können“ (Lk 13,23 f.).

Wie findet man den Weg zu Gott?

Diese Worte zeigen die Ernsthaftigkeit der Sache. Es geht nicht um eine Sonntagsbeschäftigung, sondern darum, dass sich ein jeder Mensch auf die Suche nach diesem Weg macht und darum ringt, auf diesen zu kommen.

Was ist der Weg? Wie kommt man auf diesen Weg?

Der Weg ist Jesus Christus, wie er ihn selbst nannte (Joh 14,6). Um auf diesem Weg gehen zu können, muss man diesen erst gut erforschen und verstehen. Praktisch bedeutet das: sich in die Lehre Christi vertiefen, das Wort der Wahrheit im Glauben annehmen und die Wahrheit erkennen (Joh 8,31 f.) Und dann in dieser Wahrheit und Erkenntnis wachsen, Schritt für Schritt, genauso wie man physisch einen Weg zurücklegen würde.

Wie lässt sich die Wahrheit erkennen? Sie ist für alle Menschen so zugänglich, und wird doch von niemandem gesehen oder erkannt. Die Antwort lautet: Durch das Wort. Genauer gesagt, durch den Glauben an das Wort der Wahrheit. Und hier beginnt das Geheimnis des Glaubens. Denn die wenigsten Menschen verstehen, was der Glaube ist und wie er tagtäglich in ihnen wirkt.

Jeder Mensch glaubt an etwas

Der Glaube ist nichts Abstraktes, sondern er ist das Leben eines jeden Menschen. Er ist das, was jeden Menschen antreibt, jeden Tag aufs Neue. Die Denkmuster, Vorstellungen, Werte, Wünsche. Jeder Mensch auf der Welt schreitet im Glauben durch sein Leben. Entweder auf dem breiten Weg der Sünde und des Todes, der zur Verdammnis führt oder auf dem schmalen Weg Jesu Christi, der in das Reich Gottes und zum ewigen Leben führt. Nur verstehen wohl die wenigsten, dass „ihr“ Weg sie zum Tod führt. „Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode“ (Spr 14,12).

Wo soll man nun nach dem richtigen Weg suchen?

Gott, der den Menschen erschaffen hat, der Schöpfer des Sichtbaren und des Unsichtbaren, der Allem den Odem des Lebens gibt, hat über alle Jahrhunderte hinweg die Menschheit nie in Unkenntnis darüber gelassen, dass es das Leben und den Tod gibt; dass es eine Wahrheit und eine Lüge gibt. Die Schöpfung ist das erste sichtbare Zeichen für alle Menschen, dass es einen Gott gibt, so dass kein Mensch eine Entschuldigung haben wird (Röm 1,19 f.).

Zu diesem sichtbaren Zeugnis hat Gott ein weiteres Zeugnis in die Welt gesandt: er sandte seinen Sohn Jesus Christus in der Gestalt eines Menschen in diese Welt (Joh 3,16 f). Christus verkörperte von Anfang an das Wort Gottes und war Gott selbst (Joh 1,1-3; 14-18).

„Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“ (Joh 18,37). „[…] Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt“ (Joh 8,23 f.).

Vor Gott zählt nur der reine Glaube

Weil die Menschen die Worte, die Jesus Christus zu ihnen sprach, nicht ertragen konnten, haben sie ihn verworfen und ihn auf brutalste Weise hingerichtet. Das ist auch das, was jeder Mensch heute macht, wenn er Jesus Christus nicht glaubt. Er verwirft ihn und seine Worte. Wie einst Adam Gottes Wort nicht geglaubt hat, hat sich dies bis zum heutigen Tag durchgezogen: Die Menschen glauben nicht dem Wort Gottes, weil sie die Wahrheit nicht lieben.

„Aber ohne Glauben ist‘s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt“ (Hebr 11,6).
Jeder Mensch ist frei zu glauben, was er möchte. Aber derjenige, der zu Gott kommen will, muss seinen Worten glauben. Zuvor aber muss er diese Worte hören. „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi“ (Röm 10,17).

Der Mensch muss für sein altes „Ich“ sterben

Wo kein Wort ist, da ist auch kein Glaube. Der Glaube selbst ist immer ein Wort, eine Lehre. Es gibt das Wort Gottes, die Lehre Jesu Christi. Es existiert aber auch das Wort des Teufels mit seinen unterschiedlichsten Lehren und verschiedenen Ausprägungen. Je nachdem, welche Lehre der Mensch aufnimmt, welches Wort ihn von Kind auf prägt, wird dieses zu seinem Glauben.

Es bestimmt seine Denkweise und sein Handeln und macht es unglaublich schwer, sich überhaupt vorzustellen, dass es ein anderes Wort gibt. Dass ein anderer Weg existiert, der wirklich zum Leben führt und nicht nur richtig zu sein „scheint“. Genau aus diesem Grund ist die Pforte eng, die ins Himmelreich führt. Und der Preis, den ein Mensch zahlen muss, um auf diesen Weg zu kommen, ist der Tod für alles Alte, für seinen alten Glauben, sein altes Ich.

„Wer sein Leben liebhat, der wird‘s verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird‘s erhalten zum ewigen Leben“ (Joh 12,25).

Jesus Christus brachte ein anderes Wort in diese Welt, das genau das predigte. Er brachte einen anderen Glauben, der wirklich errettet. Im Gegensatz zu allen anderen Worten, die die Menschen in ihrer Sinnlosigkeit gefangen halten, sie durchs Leben jagen und nur den Stolz, die Fleischeslust und die Augenlust befriedigen (1 Joh 2,16).

Die Früchte des Glaubens: Friede, Freude, Gerechtigkeit…

Deshalb: „An alle, die mit uns denselben teuren Glauben empfangen haben“ (2 Petr 1,1) – das ist die Lehre Jesu Christi nach der Wahrheit Gottes. Nur dieser einzige, teure Glaube birgt das Geheimnis des ewigen Lebens in sich. Nur dieser Glaube hat die Früchte des ewigen Lebens, die ein gläubiger Christ schon heute genießen kann: Frieden, Freude, Gerechtigkeit, Heiligkeit und allen voran die Liebe.

Jesus sagte „Habt Glauben an Gott“ (Mt 17,20; Mk 11,22)! Er ermutigte seine Jünger zum Glauben: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich“ (Joh 14,1)! Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen.

„Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. Durch den Glauben hat Abel […], durch den Glauben wurde Henoch […], durch den Glauben hat Noah […], durch den Glauben wurde Abraham […], aber ohne Glauben ist‘s unmöglich, Gott zu gefallen […]“ (Hebr 11,2-10).

Gott ist seinem Wort treu

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebr 11,1).

Diese und viele weitere Bibelstellen zeigen: Alles was ein Mensch zu seiner Errettung leisten kann ist glauben. Vor Gott zählt nur der reine, zweifellose Glaube. Wenn ein Mensch seinen Worten glaubt, dann werden sich diese Worte unbedingt erfüllen, denn Gott ist seinem Wort treu (4 Mose 19).

Uns ist die unermesslich große Gnade von Gott zuteil geworden, dass er sich offenbart und uns das Geheimnis des ewigen Lebens kundgetan hat. Er schenkt uns die Möglichkeit sein Wesen in sich aufzunehmen und die Unsterblichkeit zu erlangen. Gibt es noch etwas Größeres und Bedeutenderes für den Menschen (Kol 1,26-28; 2 Petr 1,4)?!

holybunch-sermon
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