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Ein Knecht Gottes muss verstehen, dass die Handlungen und Taten nicht mehr durch den eigenen Willen, die eigene Kraft und den Verstand erfolgen sollen. Das wäre ein religiöser Dienst, so wie auch im alten Bund der Mensch selbst mit seinem Verstand und aus eigener Kraft versucht hat, das Gesetz Gottes zu erfüllen. Für einen wahren Christen gilt: sein Wille ist der Wille des Herrn, er lebt im Herrn, der Herr lebt in ihm! Die Lehre des Neuen Testaments ist ein Dienst nach dem Geist. „Der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig“ (2 Kor 3,6). Ein Knecht Gottes muss den Herrn in seinem Gewissen hören und verstehen. Wohin wird er durch den Herrn gelenkt? Was soll er tun, sagen oder nicht sagen? „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen” (Eph 2,10). „Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als ein angesehener und untadeliger Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht vertritt“ (2 Tim 2,15).

Um den Willen Gottes in sich zu verstehen, muss man sich damit sehr ernst auseinandersetzen: „Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene“ (Röm 12,2). „Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist. […] Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist“ (Eph 5,10,17). Die Führung durch den Heiligen Geist beginnt also mit dem richtigen Glauben! Wenn man den richtigen Glauben nach der Wahrheit Gottes angenommen hat, muss man in diesem reinen Wort verbleiben und es immer mehr erkennen. So werden die Gefühle und der Verstand erneuert und die Sinne werden zum Sinn Christi: „Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht“ (Phil 2,5). Wachstum geschieht durch die Erkenntnis seiner selbst im richtigen Glauben, durch Selbstverleugnung und Selbstverneinung, wenn man geistlich arm ist und sein Kreuz, seinen Tod mit Christus, trägt!

Ein von Gott geborener Mensch hört die Stimme des Herrn in sich! „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir“ (Joh 10,27). Des Herrn Stimme äußert sich als erstes in den Gefühlen Gottes: Liebe, Frieden, Freude, Geduld. „Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi“ (Phil 1,9 f.). Dabei ist die Wachsamkeit sich selbst gegenüber sehr wichtig. Denn wenn man noch unerfahren im Wort der Wahrheit ist, kann es durchaus dazu kommen, dass sich noch etwas aus dem vergangenen Leben äußert. Ein Kind Gottes muss lernen, die Gefühle in sich zu unterscheiden. Sind sie von Christus oder nicht? „[…] die durch den Gebrauch geübte Sinne haben, Gutes und Böses zu unterscheiden“ (Hebr 5,14). Um die Bewegungen seines Herzens gut zu verstehen, muss man sich immer vom Wort der Wahrheit ernähren und alles am Wort prüfen und messen! „Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören“ (1 Tim 4,16). Man muss sich immerzu mit sich selbst beschäftigen, ehrlich sein, all seine Kraft und Mühe darauf verwenden, es zu ergreifen, bis man es schließlich erlernt, den Herrn immer zu hören und zu verstehen und seinen Willen als ein guter Knecht Gottes zu erfüllen. Dafür ist uns das gesamte Neue Testament gegeben!

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