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Wieso existieren so viele christliche Glaubensrichtungen, wenn die Bibel nur von einem Gott, von einer Wahrheit und von einem Glauben spricht? Wie findet man unter all diesen Glaubensrichtungen die Wahrheit und wie findet man in diesem Fluss an Informationen Gott?

Diese Art von Fragen wird sich womöglich derjenige stellen, der sich auf die Suche nach Gott begibt. Und er wird sich unweigerlich fragen, wo man inmitten dieses großen „Glaubenslabyrinths“ die Wahrheit überhaupt suchen soll. Fest steht: bei dieser Suche kommt man nicht an der Bibel vorbei. Denn sie ist der Anfang von allem. Es existiert keine andere Quelle, die die Wahrheit offenbart. Sie ist das Buch der Bücher, der Anfang allen Wissens, aller Moral und Gesetze. Aus ihr haben sich die religiösen Ansichten und Wertvorstellungen in dieser Welt entwickelt.

Gottes Botschaft an die Welt

Die Bibel gab es zu Beginn nicht als ein ganzes Buch, sondern nur in zahlreichen Schriften. Ihren Anfang nahm die Bibel mit den fünf Büchern Mose. Mose war ein Mensch Gottes und bekam von Gott den Auftrag, sein Gesetz niederzuschreiben (2 Mose 34,27 f.). Nach Mose haben verschiedene von Gott auserwählte Propheten Gottes Offenbarungen schriftlich festgehalten. So entstand das Alte Testament. Danach folgte das Neue Testament. Es war durch das Alte Testament vorhergesehen und angekündigt und ist auch eine Offenbarung Gottes. Es wurde durch die Apostel und Evangelisten zu Papier gebracht; durch jene Menschen, die Zeugen der Erscheinung Christi waren und den Sohn Gottes leibhaftig gesehen haben. So entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Schriften, welche schließlich zu einem Buch zusammengefasst wurden. Dieses einzigartige Buch Gottes (2 Tim 3,16) trägt den Namen „Bibel“, deren Autor ist der Heilige Geist, der durch die Menschen wirkte. „Denn es wurde nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht, sondern heilige Menschen haben von Gott her geredet, getrieben durch den Heiligen Geist“ (2 Petr 1,21).

Die Bibel offenbart das Geheimnis der Erschaffung dieser Welt und das Ziel, welches Gott mit der Erschaffung des Menschen verfolgte. Sie ist das einzige, allgegenwärtige Buch, das auf dem gesamten Erdkreis bekannt ist. Oft trifft man in verschiedensten Hotels auf der ganzen Welt auf eine Bibel im Nachttisch, in Krankenhäusern neben dem Bett. Es gibt sie in Groß und Klein, in der Farbe und Sprache deiner Wahl. In über 1500 Sprachen ist die Bibel verfügbar – das hat noch kein Buch geschafft. Die Reichweite der Bibel übertrifft alle Bücher.

Sie hat viele Anhänger aber mindestens genauso viele, die sie kritisieren. Diejenigen, die der Bibel anhängen, möchten entweder die Geschichte darin studieren, sich Wissen aneignen oder sind auf der Suche nach dem Glauben, um von Gott wiedergeboren zu werden. Die Kritiker hingegen würden die Bibel am liebsten vernichten. Die Geschichte zeigt jedoch, dass der Kampf um die Vernichtung der Bibel von Anfang an verloren war. Sie ist aus unserer Mitte nicht mehr wegzudenken. Sie ist unverwüstlich und trägt in allen erdenklichen Sprachen ihre fröhliche und wahrhaftige Botschaft in die Welt hinein. Sie zeugt davon, dass es ein ewiges Reich Gottes gibt und dass jedem Menschen der Weg dorthin geöffnet ist. Durch die Erscheinung Jesu Christi und sein Sterben für die Sünden dieser Welt ist es jedem gegeben, das Wesen Gottes aufzunehmen und die Unsterblichkeit zu erlangen. Wer dies im Glauben aufnimmt, hat die Vergebung der Sünden und ist durch den Glauben daran errettet (Apg 10,43; 13,38; 26,18; Hebr 9,28).

Die Wahrhaftigkeit der Bibel

Um sich von der Wahrhaftigkeit der Bibel zu überzeugen, muss man die Bibel zunächst kennen und verstehen lernen. Denn nur wenn man weiß, wovon sie spricht und was sie lehrt, kann man der Bibel vollkommen vertrauen. Dazu muss man wachsam sein und sich mit ihr sehr genau auseinandersetzen. „Mein Sohn, wenn du meine Rede annehmen und meine Gebote bewahren wirst, indem dein Ohr auf Weisheit achtet, und sich dein Herz um Verständnis bemüht; ja, wenn du mit Eifer danach rufst und darum betest, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen: dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen und Gottes Erkenntnis finden“ (Spr 2,1-5).

Wenn man sich eines beliebigen Themas annimmt, so wird man sich unweigerlich verschiedene Meinungen dazu einholen. Es gibt unzählbar viele Aussagen verschiedenster Schriftsteller und Wissenschaftler über die Bibel, die ihr „für“ oder „wider“ äußern. Der bekannte französische Schriftsteller und Philosoph Voltaire aus der Zeit des 18. Jahrhunderts gehörte zu denjenigen Menschen, die die Bibel komplett verwarfen. Er behauptete, dass sich 100 Jahre nach seiner Zeit niemand mehr an die Bibel erinnern würde und dass sie überhaupt je existierte. Doch Voltaire hatte sich mit seiner Aussage stark geirrt, ganz im Gegenteil gewann die Bibel immer mehr an Popularität. Bis zum heutigen Tage weckt die Bibel das Interesse vieler Menschen. Blaise Pascal, ein weiterer berühmter Philosoph des 17. Jahrhunderts sagte einmal, dass die Frage nach einem Leben nach dem Tod alltäglich und ernst zugleich, ja zeitlos ist. Ein Mensch, der diesem Thema gleichgültig gegenübersteht, wäre dumm und gefühllos. Das sind nur wenige Beispiele für die vielen Meinungen und Auffassungen zu der Bibel, doch ob man der Bibel glaubt oder sich von ihr abwendet – sie lässt niemanden gleichgültig. Sie ist das, was sie vorgibt zu sein – das Wort Gottes.

Der Bibel Glauben schenken

Wenn man sich mit der Bibel beschäftigt und sieht, welchen Weg sie als Buch zurückgelegt hat, wie sie entstanden ist, wird klar, dass sie kein Ergebnis kluger menschlicher Köpfe ist, sondern die Frucht einer übermenschlichen Erscheinung. Sie ist nicht von dieser Welt, es gibt kein zweites Buch, das der Bibel gleicht. „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Mt 24,35).

Jeder Mensch, der die Absicht hat, Gott kennenzulernen und auf der Suche nach dem ewigen, unvergänglichen Leben ist, sollte sich mit Herz und Seele der Bibel widmen, ihr den vollen Glauben schenken. Die Bibel enttäuscht nie. Was aber sehr wichtig ist, die Worte dürfen nicht verfälscht und verschönert werden, denn nur wer die Lehre in ihrer Reinheit annimmt, wird zum Ziel kommen. „Wenn jemand zu diesen hinzufügt [zu den Worten dieses Buches]; Und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, dann wird Gott sein Teil wegnehmen aus dem Buch des Lebens und aus der heiligen Stadt und von dem, was in diesem Buch geschrieben steht“ (Offb 22,18 f.).

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