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Die Geschichte von Jesus Christus und seiner Kreuzigung ist vielen bekannt. Unweit der Stadt Jerusalem befand sich der Hügel Golgatha, auf dem Jesus Christus zusammen mit zwei Verbrechern gekreuzigt wurde. Aber die bloße Kenntnis dieser Tatsache rettet nicht. Denn was in diesem Moment für die gesamte Menschheit geschah ist in sämtlichen christlichen Glaubensrichtungen leider völlig verloren gegangen. Was hat Golgatha und die Kreuzigung Jesus Christi für uns Menschen gebracht?

Was geschah auf Golgatha?

Golgatha ist der Ort, an dem der alte Mensch stirbt und die neue Kreatur geboren wird. Für jeden Gläubigen, der Christus in sein Leben aufnimmt, ist das der wichtigste und verantwortungsvollste Schritt auf seinem Glaubensweg. Wer nicht versteht, was das Opfer Jesu Christi auf Golgatha bedeutet, kann nicht von neuem geboren werden.

Ausweg aus der Sünde

Viele Menschen, die aufrichtig auf der Suche nach Gott sind, kommen zu der Erkenntnis der eigenen Sündigkeit. Doch anstatt den Menschen einen Ausweg aus dem Teufelskreis zu geben, wird einem vor Augen geführt, was man machen darf, was man nicht tun sollte. Dadurch leben die Menschen in ständiger Angst vor einem Fehltritt und davor, erneut zu sündigen. Durch den ständigen Zustand des Unerfülltseins verfallen viele in Depressionen. Die Sünde kommt auf vielerlei Weise immer wieder zum Vorschein: Ein schrecklicher, innerlicher Kampf, denn der Mensch kämpft gegen sich selbst.

Das traurige Fazit des heutigen Christentums ist, dass es keine neue Kreatur gibt. Der Mensch dreht sich um sich selbst, „umkreist“ Golgatha, hat womöglich ein umfassendes, theoretisches Wissen, aber im wahren Leben wird er nicht zur neuen Kreatur, er ist nicht frei von der Sünde, die in ihm lebt.

Nicht von dieser Welt: Ein Christ muss für diese Welt sterben

Die Lehre Jesu Christi zeigt klar und deutlich, dass es eine andere Welt gibt – das Himmelreich. Jesus Christus kam aus dem Himmelreich und verkündigte allen, dass er nicht von dieser Welt ist und dass er vom Vater kommt, der ihn für die Menschen gesandt hat. Er ist gestorben und auferstanden und hat die irdische Welt wieder verlassen, um zum Vater in das ewige Himmelreich zurückzukehren. Sein Volk nahm ihn nicht auf, sie kreuzigten und verjagten ihn aus der Welt.

Durch seine Erscheinung auf der Erde zeigte Jesus den Weg in das Himmelreich. Wer sich retten und in dieser göttlichen Welt leben will, muss Christus folgen. Und wer ihm folgen will, muss aus dieser Welt austreten. Das ist nur durch den Tod mit Jesus Christus möglich.

Die Seele in dieser Welt verlieren

Ein Mensch, der Christus folgen will, muss seine Seele in dieser Welt verlieren. Das heißt nichts anderes, als dass man für alle Lehren und Erkenntnisse sterben muss, die die Seele bisher eingenommen haben, und die einzig wahre Lehre Jesu Christi – das Wort Gottes – annehmen muss. Diese Lehre macht frei von der Sünde und ist der Zugang ins Himmelreich. Um also Zugang in diese völlig andere, göttliche Welt zu erlangen, muss ein Mensch von den Toten auferstehen, er muss das Schicksal von Christus zum eigenen Schicksal machen und seinen Tod am Kreuz für sich annehmen. Dafür muss man nicht nochmal am Kreuz sterben, sondern dies geschieht durch den Glauben.

Auf Golgatha geschah die Vergebung der Sünden und die Befreiung von der Sünde

Durch das vergossene Blut Christi sind dem Menschen alle Sünden vergeben. „[…] in dem wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden haben“ (Kol 1,14). Daran glauben alle christlichen Religionen. Doch was ist darüber hinaus noch auf Golgatha geschehen?
„Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib auf das Holz hinaufgetragen, damit wir, den Sünden gestorben, für die Gerechtigkeit leben; […]“ (1 Petr 2,24) „Nun aber, am Ende der Welt, ist er einmal erschienen, um durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben“ (Hebr 9,26). Das Opfer Christi ist vollkommen. Er hat für uns alles schon getan. So sind wir allein durch das Opfer Christi für immer frei geworden von der Sünde (Röm 6,22) und das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus hat uns frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes (Röm 8,2). Die Sünde ist ein für allemal vernichtet, sie hat keine Macht mehr über den, der das Opfer auf Golgatha annimmt.

Tod für den alten Adam: das Leben nach dem Fleisch

Durch den Tod auf Golgatha hat Christus den alten Adam abgelegt: „Weil wir wissen, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde abgelegt sei, sodass wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen“ (Röm 6,6). Das Leben nach dem alten Adam beinhaltet das Leben in Sünde, ein Leben im Unglauben, außerhalb von Gott. Beginnend mit dem Sündenfall, als Adam und Eva durch ihren Ungehorsam sündigten, zog sich diese Sünde durch die gesamte Menschheit hindurch (Röm 5,12) und ist bis heute mächtig in allen Menschen, die das errettende Opfer Jesu Christi nicht annehmen. Das Leben eines jeden Menschen ohne Gott ist ein Leben nach dem Fleisch und für das Fleisch. Das bedeutet, dass ein Mensch von den drei Dingen, aus denen diese Welt besteht, eingenommen ist: Fleischeslust, Augenlust und hoffärtiges Leben (1 Joh 2,15-17).

Für Gott ist der alte Adam nicht mehr existent, er wurde durch Christus auf Golgatha gekreuzigt. Gerade damit die neue Kreatur in Erscheinung tritt: ein neuer Mensch, der wirklich den Geist Gottes in sich trägt und frei von der Sünde ist. „Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist“ (1 Joh 3,9). Und der Same Gottes ist Christus (Gal 3,16; 1 Petr 1,23). Nur wer mit Jesus Christus auf Golgatha stirbt, wird von neuem geboren und ist mit Christus durch den Glauben an die Kraft Gottes auferstanden.

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