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„Er hat uns gezeugt nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf dass wir wären Erstlinge seiner Kreaturen“ (Jakobus 1:18).

„Er hat uns gezeugt…“ – weil uns alles in dieser Welt als Beispiel gegeben ist, können wir auch die Geburt eines Kindes als ein Bildnis nehmen, um die Geburt von Gott zu verstehen. Johannes schreibt: „Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist“ (Joh 3,6). Um ins Himmelreich zu kommen, ist die Geburt vom Geist notwendig. Der Mensch muss also von neuem geboren werden (Joh 3,3-5).

„…nach seinem Willen…“ – der Mensch wird nicht nach seinem eigenen Willen von Gott geboren, sondern es ist gottgewollt. Genauso ist es auch im Fleisch, denn es ist nicht der Mensch selbst, der sich wünscht, in diese Welt geboren zu werden, sondern der Mann, bzw. Vater will es so.

„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind“ (Joh 1,12 f.). Und so wie ein Kind, das in diese Welt geboren wird, noch nie existierte, so wird auch der Mensch von Gott geboren – es erscheint eine neue Kreatur in Christus, die es vorher noch nie gegeben hat. Die alte Kreatur nach Adam ist gestorben, denn wenn diese nicht stirbt, kann es keine neue Kreatur in Christus geben.

„…durch das Wort der Wahrheit“ – die Geburt geschieht nur durch das unvergängliche, lebendige reine Wort Gottes, welches das Geheimnis der Unsterblichkeit in sich trägt.

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Joh 1,1-3).

„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh 1,14).

Das Wort der Wahrheit berührt den Menschen – er beginnt, es zu hören…

„Als die da wiedergeboren sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewig bleibt“ (1 Petr 1,23).

Das Wort der Wahrheit ist der unvergängliche, lebendige Samen Gottes, durch den sich Gott nach seinem Willen seine Kinder zeugt. Doch wie gelangt der Samen in den Menschen und was geschieht dabei?

Zuerst bahnt sich das Wort seinen Weg zum Gehör des Menschen, obwohl er das Wort Gottes nicht hören will und kann. Denn er vernimmt nichts vom Geist Gottes und kann das Geistliche nicht erkennen, da es für ihn eine Torheit ist (1 Kor 2,14). Was soviel bedeutet, dass sich niemand jemals aus eigenem Willen zu Gott wendet. Gott berührt den Menschen selbst und öffnet ihm das Gehör, damit er sein Wort verstehen (Eph 1,4 f.; 2 Tim 1,9; Röm 8,29 f.) und ihm Glauben schenken kann. Durch den Glauben dringt der lebendige Samen Gottes in den Menschen, denn es steht geschrieben: „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem Wort Gottes“ (Röm 10,17). Wenn der Mensch das Wort der Wahrheit aufgenommen hat, beginnt sein wahrer Glaubensweg. Ihm eröffnet sich plötzlich eine völlig neue Denkweise und diese neuen, bisher unbekannten Gedanken gehen schließlich in sein Wissen über. Die Augen des Herzens öffnen sich. In dieser Welt spricht man von der Intuition oder dem sogenannten sechsten Sinn. Doch die Bibel sagt uns, dass das Herz geistige Augen hat (Eph 1,17 f.). Durch sie kann der Mensch die geistliche Lehre vom ewigen Leben verstehen lernen und die andere, geistliche Welt sehen: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt […]“ (Joh 18,36). Wenn der Mensch dann in der Lehre Christi bleibt, wird er die Wahrheit immer mehr erkennen und das Geheimnis der Sünde, das Gesetz der Sünde und des Todes, verstehen (Röm 8,1 f.) und erkennen, dass Jesus Christus erschienen ist, um die Sünde aufzuheben (Hebr 9,26). Letztendlich wird ihm auch klar, wie man von der Sünde frei werden kann, um die Heiligkeit zu erlangen (Joh 8,31-36).

„Nun ihr aber seid von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, dass ihr heilig werdet, das Ende aber ist das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herrn“ (Röm 6,22 f.).

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