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Der kostbare Glaube nach der Wahrheit Gottes: Kapitel 6.

Kapitel 6

Das Erscheinen Christi

„Und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist“ (1 Joh 1:2).

Das einzig wahre Leben ist erschienen! Das, was die Menschen als Leben bezeichnen, ist in Wirklichkeit kein Leben, sondern der Tod. Das wahre Leben hat gar kein Ende, es ist ewig und unvergänglich; im Leben selbst gibt es keinen Tod!

Dass die Menschen sich im Tod befinden, zeigt ein Beispiel aus der Bibel: Ein Mensch wollte Christus nachfolgen und fragte, ob er zuvor seinen Vater beerdigen kann. Der Herr antwortete: „Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!“ (Lk 9:59 f.). In dieser Welt, außerhalb von Gott, gibt es kein wahres Leben. Alle Menschen nach dem Wesen Adams sind tot, denn in ihrem Gewissen lebt das Gesetz der Sünde und des Todes (Röm 5:12). Doch das Leben ist erschienen – es kam in der Gestalt von Jesus Christus auf diese Erde, damit die Menschen es annehmen und ewig leben können (Gal 4:4 f.). „Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart ist [uns auch] durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus [in uns], der dem Tode [in uns] die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium“ (2 Tim 1:9 f.).

Wie ist uns das Leben, das bei Gott verborgen war, erschienen? Es geschah durch das Wort! Das Geheimnis des ewigen, wahren Lebens liegt einzig und allein im Wort Gottes und dieses Wort offenbart sich uns durch die Bibel: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Joh 1:1 ff.).

Das Wort ist Gott und Gott hat sich in Christus und durch Christus offenbart. Denn Gott ist so groß und mächtig, dass die Erde ihn unmöglich fassen kann. Denn „[…] Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! […]“ (Jes 66:1). Wie hätte er dann auf die Erde kommen können? Er ist viel zu groß dafür, er erfüllt alles, er sieht, hört und weiß alles: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ (Jes 55:8 f.). Deshalb hat Gott dem Wort einen Leib verliehen und ist der Menschheit in der Gestalt seines Sohnes erschienen: „[…]. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. […]“ (Joh 1:1-5,14-18). „Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort […]“ (Hebr 1:3).

Der Plan Gottes

„Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kol 1:15 ff.). „[…] und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde“ (Eph 3:9 f.).

Bevor Gott seinen Wunsch umsetzte, das himmlische Jerusalem aus Menschen zu erschaffen, war in der Tiefe seines Herzens bereits der komplette Plan fertig. Auch Christus war Bestandteil des Vorhabens und obwohl er noch nicht offenbart war, befand er sich schon im Innersten Gottes, „im Schoß des Vaters“ (Joh 1:18). Gott sprach seinen Wunsch aus, und so wurde das Wort der Weisheit und des Lichts geboren: „Im Anfang war das Wort, […]. Dasselbe war im Anfang bei Gott“ (Joh 1:1 f.), „Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; […]“ (Joh 16:28). Damit begann Gott, seinen Plan umzusetzen: „Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Joh 1:3).

Das Wort Gottes wird im Alten Testament als Weisheit, Kraft, Licht und das Leben beschrieben. An keiner einzigen Stelle wird das Wort als Sohn bezeichnet, denn ihn gab es noch nicht, obwohl über ihn folgendes geschrieben steht: „Ruft nicht die Weisheit, […] euch rufe ich und erhebe meine Stimme zu den Menschenkindern! […] Hört, […] alle Reden meines Mundes sind gerecht, […]. Denn mein Mund redet die Weisheit, und meine Lippen hassen, was gottlos ist. […] Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren […]. Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren, als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens. […]“ (Spr 8:1-8,24,22,25-31). Wer ist damit gemeint: „ward ich geboren“? Die Antwort finden wir in diesen Bibelstellen: „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung“ (Kol 1:15). „Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, […]; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kol 1:16 f.).

„Im Anfang war das Wort, […] und Gott war das Wort. […]. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Joh 1:1 ff.). Noch bevor es die Erde oder die Schöpfung gab, wurde das Wort Gottes geboren. Dieses Wort war Christus, durch dieses Wort wurde alles erschaffen: „[…], dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort; […] Denn wenn er spricht, so geschieht's; wenn er gebietet, so steht’s da“ (2 Petr 3:5; Ps 33:6,9).

Als dann die Zeit erfüllt war, kam dieses Wort als Mensch auf die Welt: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh 1:14). Davor konnte das Wort, welches der Geist der Weisheit ist, von keinem gesehen werden. Nur seine Früchte waren durch die Schöpfung sichtbar. Jetzt aber konnten die Menschen es sehen und die Apostel erkannten den eingeborenen Sohn vom Vater. Dieses einmalige Wunder, die Geburt von Gottes Sohn, wurde Jahrhunderte zuvor vorhergesagt: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst [Gottes]; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, […]“ (Jes 9:5). „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären […]. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; […]. Darum wird auch das Heilige, was geboren wird, Gottes Sohn genannt werden“ (Lk 1:30-35; Jes 7:14; 9:6 f.). Er wird wachsen wie alle Menschen: „Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm […]. Und er ging mit ihnen hinab […] und war ihnen [seinen Eltern] untertan […]. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen“ (Lk 2:40-52).

Als Christus dreißig Jahre alt wurde, verkündete er öffentlich seine Lehre und zeigte Gottes ewiges und unveränderliches Wesen. Denn Gott selbst ist als Mensch erschienen und bewies es durch seine Werke und Handlungen. Er bedrohte den Wind und das Meer; und es ward eine große Stille

(Mt 8:24 ff.). Lazarus war bereits vier Tage tot, sein Leib stank schon, doch Christus rief ihn und er kam lebendig und heil aus seinem Grab heraus (Joh 11:39-44). Er ging auf dem Meer, wie auf einem Fußpfad (Mt 14:25). Aus wenigen Broten und Fischen machte er so viel, dass Tausende satt wurden und die verbliebenen Reste die anfänglich vorhandene Menge sogar übertrafen (Mt 15:32-38). Es gab keine Krankheit, die Christus nicht hätte heilen können (Lk 4:33-36; Mt 9:35). Durch diese und viele andere Zeichen und Wunder bewies er seine Göttlichkeit. „Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, […]“ (Phil 2:6). „Dieser ist der wahrhaftige Gott […]!“ (1 Joh 5:20). Und wie war die Reaktion der Menschen darauf? Sie haben ihn nur dreieinhalb Jahre ertragen können. Sie haben ihn verworfen und seinen Worten nicht geglaubt (Joh 8:41-47); haben ihn als Lügner dargestellt (Mt 27:63); ihn dem Tod hingegeben und durch die Hände der Ungerechten eine grausame Hinrichtung an ihm vollstreckt (Apg 2:23 f.; 3:14 f.; 4:11 f.). Christus musste als Sohn Gottes und gleichzeitig als Menschensohn die allerschwersten Versuchungen durch Qualen erleiden. „Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. […]“ (Hebr 5:7-10).

Er war sämtlichen menschlichen Versuchungen ausgesetzt und erduldete alles. Dabei bewährte er sich und siegte und wurde von Gott gesalbt: „[…]. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. […] Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen. […] Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner Hüften“ (Jes 11:1-9). „Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit“ und das als Mensch, „darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen. […] von Gott genannt ein Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks!“ (Hebr 1:9; 5:8-10) und „den er eingesetzt hat zum Erben über alles“ (Hebr 1:2).

Das Wort wurde also zu einem Menschen, zu Jesus Christus, der sich durch das Evangelium offenbart.

In diesem Wort liegt das Geheimnis des wahren, ewigen Lebens: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht“ (1 Joh 5:12). Wenn der Mensch dieses wahre, unverfälschte Wort glaubt, dann nimmt er das wahre Leben an. Oder anders ausgedrückt, wenn der Mensch die Lehre Jesu Christi annimmt, nimmt er Christus auf, welcher über sich selbst sagte: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14:6).

Christi Lehre über das Himmelreich

„Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Darum habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden“ (Joh 8:23 f.). „[…] Mein Reich ist nicht von dieser Welt. […]. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. […]“ (Joh 18:36-38).

Durch sein Erscheinen in dieser Welt offenbarte Christus ein sehr tiefes Geheimnis, das Geheimnis einer anderen, geistlichen Welt. Sie ist grundverschieden von dieser irdischen, vergänglichen Welt, in der alles sterblich ist: „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist: des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. Kinder, es ist die letzte Stunde! […]“ (1 Joh 2:15-18).

Das Himmelreich ist in einem unzugänglichen Licht – es ist die Welt Gottes. Für uns Menschen ist diese Welt unsichtbar, keiner kann dorthin reisen, sie erkunden und zurückkehren, um davon zu berichten (1 Tim 6:16). Nur einer hat dies vollbracht: Christus. Er ist aus der Welt Gottes in die Welt der Menschen gekommen und hat den Menschen von der anderen Welt gepredigt: „[…], kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes“ (Mk 1:14). Das Evangelium ist also nichts anderes als die Botschaft darüber, dass es ein Reich Gottes gibt und dass es naht. Weil es für die Menschen schwer zu verstehen ist, hat Christus die himmlische Welt in Gleichnissen beschrieben und erklärt, wie man ein Bürger dieser Welt werden kann (Eph 2:19). Als die Bewohner einer Stadt Christus baten, bei ihnen zu bleiben, sagte er: „[…] Ich muß auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. […]“ (Lk 4:42-44). Das war seine Mission, der Grund, warum er in diese Welt gekommen ist. „Und es begab sich danach, dass er durch Städte und Dörfer zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm“ (Lk 8:1). Auch die zwölf Apostel hat Christus dazu auserwählt, um den Menschen das Evangelium zu verkünden (Lk 9:1 f.), sowie die siebzig Jünger: „[…]. Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, so geht hinaus auf ihre Straßen und sprecht: Auch den Staub aus eurer Stadt, der sich an unsre Füße gehängt hat, schütteln wir ab auf euch. Doch sollt ihr wissen: das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Ich sage euch: Es wird Sodom erträglicher ergehen an jenem Tage als dieser Stadt“ (Lk 10:1,10-12).

Nach seiner Auferstehung erschien Christus vierzig Tage lang seinen Jüngern und lehrte von Gottes Reich (Apg 1:3). Davon handeln alle Apostelbriefe. Sie erklären welchen Weg der Mensch gehen muss, um ins Himmelreich zu kommen, und dass diese irdische Welt ein Ende hat. Doch wie ist die himmlische Welt, von der Christus und die Apostel predigten? Das Wort sagt, dass es eine geistliche Welt ist. „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh 4:24). Und da Gott ein Geist ist, kann sein Reich auch nur geistlich sein. Das bedeutet, dass ein fleischlicher Mensch in Gottes Reich nicht leben kann: „Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit“ (1 Kor 15:50). Nur Geistliches kann in der göttlichen Welt existieren: „Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. […]. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen“ (1 Kor 15:44-49). Wer hier in dieser Welt nicht vom Wort der Wahrheit geboren wird, der wird in der Welt Gottes nicht leben können! Dort herrscht nur die Wahrheit (2 Petr 3:13). Wer einer Unwahrheit oder einer Lüge ergeben ist, kommt dort nicht hinein (Offb 21:27,8).

Das Himmelreich hat seinen Ausdruck und äußert sich im Menschen bereits hier auf Erden (Hebr 6:5). „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist“ (Röm 14:17). Gerechtigkeit, Frieden, Freude im Herzen sind ein Ausdruck dieses Zustandes der Seligkeit, den der Mensch erlebt, wenn Gott in ihm wohnt. „[…] Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch“ (Lk 17:21).

Doch wie viel mehr erwartet die Seelen, die das Himmelreich ergreifen werden (Lk 20:35 f.)? „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ (1 Kor 2:9). Wenn Gott diese vergängliche Welt so herrlich erschaffen hat, wie schön wird dann das ewige Himmelreich sein? „[…], zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit. Dann werdet ihr euch freuen, […]“ (1 Petr 1:3-9). „Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit“ (1 Kor 2:10).

Gott hat uns die ewige Glückseligkeit, das ewige Reich, den ewigen Frieden offenbart! Ein Zustand der seligen Freude, die nie vergeht. Dort werden wir niemals ermüden, niemals traurig sein oder Kummer haben! Unvergängliche Liebe und Freude in ihrer ganzen Fülle herrschen dort. Die Gemeinschaft mit Milliarden von Heerscharen, Erzengeln, Seraphim und anderen heiligen Geistern erwartet uns, wenn wir diesen Weg gehen – den Weg des Glaubens an das reine Wort Christi und an das, was auf Golgatha geschah.

Christus hat den Sieg vollbracht

„Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern, nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen Opfer bringen muss […]“ (Hebr 10:1-4).

Unter dem Gesetz ist keine Freiheit von der Sünde möglich, davon zeugen diese Verse. Trotz wiederkehrender Opfergaben blieben die Menschen sündig. „Vielmehr geschieht dadurch alle Jahre nur eine Erinnerung an die Sünden. Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen“ (Hebr 10:3 f.).

Doch Gottes Plan war ein anderer. Er wollte die Menschen aus dem Kreislauf der Sünde und des Todes befreien. „Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter durch die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist. Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben“ (Hebr 9:11 f.). Aus diesem Grund sandte Gott seinen Sohn in diese Welt und ließ seinen Tod auf Golgatha zu. „Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt (Ps 40:7-9): „Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir geschaffen“ (Hebr 10:5). „Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen. Darum muss auch dieser etwas haben, was er opfern kann“ (Hebr 8:3).

Christus kam in einem menschlichen Leib, damit er diesen als Opfer für die Sünden der Menschen darbringen konnte. Was dem Gesetz mit seinen Satzungen und Opfergaben nicht möglich gewesen ist, wurde durch Christus vollbracht. Er hat den Teufel besiegt (1 Joh 3:8) und die Sünde aufgehoben (Hebr 9:26).

Natürlich wusste der Teufel, dass Christus im Leib erschienen ist, um ihm die Macht über die Menschen zu nehmen. Die bösen Geister schrien Christus an: „Was willst du von uns, du Sohn Gottes? Bist du hergekommen, uns zu quälen, ehe es Zeit ist?“ (Mt 8:29). „Und alsbald war in ihrer Synagoge ein Mensch, besessen von einem unreinen Geist; der schrie: Was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Du bist gekommen, uns zu vernichten. Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! […]“ (Mk 1:23-27). Seine Position gab der Teufel nicht kampflos auf. Stattdessen setzte er alles daran, Christus auf unterschiedlichste Art und Weise zu verführen. Als Christus vierzig Tage in der Wüste gefastet hatte und sein Leib geschwächt war, schlug ihm der Teufel vor, sich doch aus den Steinen Brot zu machen (Mt 4:1-4; Lk 4:1-4). Dass Christus die Macht dazu hatte, war beiden bewusst. Doch Jesus folgte nicht den Worten des Teufels und widerstand ihm auch in allen anderen Versuchungen. Somit fand der Teufel keinen Platz in ihm (Joh 14:30).

Als Nächstes brachte der Teufel die Menschenmengen gegen Christus auf. Er flößte ihnen ein, dass Jesus nur ein Mensch sei, der Sohn eines einfachen Schreiners. Er würde sich selbst zu Gott machen! Für dieses Vergehen war im Gesetz die Todesstrafe angesetzt. „Darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte. Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch. Darum trachteten die Juden noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich“ (Joh 5:16-18). „Da hoben die Juden abermals Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus sprach zu ihnen: Viele gute Werke habe ich euch erzeigt vom Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott“ (Joh 10:31-33). Wir alle wissen, was danach passierte: Christus wurde gekreuzigt. Christus, der selbst der wahre Gott und das ewige Leben ist (1 Joh 5:20), hat die Schuld der ganzen Menschheit auf sich genommen und sich als Opfer dargebracht (Jes 53:5-11). Er hat seinen Leib, den er von Gott dafür bekommen hat, für alle gegeben. „Denn auch Christus hat “einmal” für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist“ (1 Petr 3:18). „Den hat Gott auferweckt und hat aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, dass er vom Tode festgehalten werden konnte“ (Apg 2:24). Christus starb am Kreuz und ist wieder auferstanden. Wie war das möglich? Nur deshalb, da Christus als ein Mensch nicht gesündigt hatte. Der Tod konnte ihn nicht festhalten, weil er keinen Platz in ihm fand. Christus wurde zwar in allem versucht, blieb aber standhaft. Er war heilig und gerecht und besiegte somit den Teufel.

Hier drängt sich eine weitere Frage auf: Wenn die Sünde ein falscher Glaube und der Geist des Teufels ist, kann denn der Geist der Lüge gekreuzigt werden, so dass die Lüge stirbt? Natürlich nicht! Ein Geist kann nicht getötet oder gekreuzigt werden. Einen Geist kann man nur vertreiben. Genau das hat Christus für den Menschen vollbracht. Durch seinen Tod und die Auferstehung hat er den Teufel besiegt, ihn entmachtet und ihm die Schlüssel des Todes und der Hölle genommen (Offb 1:18). Durch die Auferstehung kann der Tod hinfort nicht über ihn herrschen (Röm 6:9), denn er ist zum Geist geworden, der lebendig macht (1 Kor 15:45).

Am Kreuz ist der physische Leib von Christus gekreuzigt worden. Durch sein Opfer hat er die vom Gesetz geforderte Strafe für die Sünde vollbracht. „Denn der Sünde Sold ist der Tod; […]“ (Röm 6:23). „[…] der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr [wir] heil geworden“ (1 Petr 2:24).

Die Geschichte der Menschheit im Alten Testament zeigt, dass alle Menschen von Natur aus sündig sind und eine Befreiung aus eigener Kraft nicht möglich ist. Denn hier hat das fleischliche Wesen im Menschen seinen Ursprung. Als Adam und Eva Gott nicht gehorchten, nahm die Sünde im Menschen Platz ein. Durch die Sünde des ersten Menschen Adam ist sie zu allen Menschen hindurch gedrungen, denn in ihm haben alle gesündigt (Röm 5:12). Christus war der letzte Adam (1 Kor 15:44-48). In ihn wurden alle Menschen nach Adam von Gott hineingelegt. „[…]. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn“ (Jes 53:6; Röm 3:22-25). Das alte Wesen nach Adam wurde gekreuzigt. Die vom Gesetz geforderte Strafe für die Sünde wurde damit vollzogen. Seitdem hat jeder Mensch die Möglichkeit, in den reinen Zustand ohne Sünde zu kommen, so wie er bei seiner Erschaffung war. Durch die Wiederauferstehung von den Toten hat Christus die Macht bekommen, die Sünde im Menschen, das heißt den falschen Glauben, zu vernichten „[…], ist er ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben“ (Hebr 9:26).

Durch den Glauben an das, was am Kreuz vollbracht wurde, nimmt Christus Platz im Menschen ein und befreit ihn von der Sünde, und somit vom Gesetz der Sünde und des Todes. „[…]. Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8:1 f.). „Es sei aber fern von mir, mich zu rühmen als allein des Kreuzes unseres HERRN Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt“ (Gal 6:14). „Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde“ (Röm 6:6 f.). Nur Christus vernichtet im Menschen den Tod und bringt in ihm das Leben und ein unvergängliches Wesen hervor (2 Tim 1:9 f.).

Das Wort der Wahrheit spricht deutlich davon, dass die Sünde vernichtet ist (Hebr 9:26) und es eine Befreiung von der Sünde gibt (Röm 6:6-7,18,22). Wie kommt es aber, dass im Christentum die weitverbreitete Meinung vorherrscht, dass ein Mensch immer wieder sündigt und ein Sünder bleibt? Warum wirkt in einem religiösen Menschen das Gesetz der Sünde und des Todes, obwohl dieses doch durch Christus besiegt ist? Der Glaube an die Kreuzigung und den Tod des Herrn ist zwar da, aber man glaubt daran so, wie an eine alte Geschichte, einen historischen Fakt. Der Glaube an die Befreiung vom Gesetz der Sünde und des Todes ist nicht vorhanden. Und die Menschen in den christlichen Religionen können nicht daran glauben, weil sie nicht an ihren eigenen Tod und ihre Auferstehung mit Christus glauben.

Wenn ein Mensch nicht versteht, was am Kreuz geschehen ist, wenn er nicht daran glaubt, was der Herr durch seine Auferstehung vollbracht hat, bleibt er ein Sünder. Denn nur der Glaube an den vollen Sieg Christi ist der teure und kostbare Glaube nach der Wahrheit unseres Herrn. Nur dieser Glaube befreit und bringt das wahre Leben! „Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben“ (Röm 6:22).

Das Abendmahl

Jesus Christus zahlte einen unglaublich hohen Preis für die Errettung der Welt. Er, dessen die Welt unwürdig war, kam in diese Welt, um die Menschen vom Tod und von ihrem sündigen Zustand zu erlösen. Er musste einen menschlichen Körper annehmen und die grausamste Hinrichtung über sich ergehen lassen, damit wir durch den Glauben an ihn das ewige Leben haben. „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Joh 3:16 ff.). Allein die Vorstellung, das Reich des himmlischen Vaters – das voller Liebe, Freude und Frieden ist – zu verlassen und in die grausame, sündige Welt zu kommen, ist für den menschlichen Verstand unzugänglich. Ganz zu schweigen davon, welchen Tod er noch erleiden musste: „Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat, dass ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset“ (Hebr 12:3).

Das Passahfest

Vor seiner Kreuzigung feierte Jesus mit seinen zwölf Aposteln das Passah. Dieses Fest feierten die Hebräer in Erinnerung daran, wie sie von Gott aus der Knechtschaft in Ägypten herausgeführt wurden. Das Passah war das Lamm, mit dessen Blut die Türpfosten und die oberste Türschwelle bestrichen werden mussten. Das Lamm selbst wurde auf dem Feuer zubereitet und vollständig aufgegessen. Nichts durfte davon übrigbleiben. In dieser Nacht ging ein Engel durch Ägypten und tötete alle Erstgeburten der Menschen und der Tiere. Doch an wessen Tür das Blut des Lammes war, daran ging der Engel vorbei. In derselben Nacht wurde das hebräische Volk aus seiner Sklaverei befreit. Das Passahlamm war ein Bildnis auf Christus, der mit seinem Blut die Menschen, die an ihn glauben, aus der Sklaverei der Sünde befreit. Denn jeder, der Sünde tut, ist der Sünde Knecht (Joh 8:34).

„Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passahlamm. Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. […]. Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. […]“ (Mt 26:19 f., 26-30). Als Apostel Paulus der Gemeinde in Korinth das Gebot vom Abendmahl brachte, sprach er ebenso: „Denn ich habe von dem HERRN empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der HERR Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach’s und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis“ (1 Kor 11:23-25).

Seinerzeit kam es aufgrund dieser Frage zum Bruch zwischen Luther und einem seiner Gefährten, der dem Reformationsgedanken auch sehr ergeben war: Luther war der Meinung, dass das Brot beim Abendmahl der Leib Christi sei. Sein Gefährte meinte, das Brot sei nur ein Symbol für den Leib, keinesfalls der Leib selbst. Es wäre nur Brot. Letztendlich verblieb jeder bei seiner Meinung.

Wir glauben dem Wort Gottes ohne Zweifel. Die ganze Lehre Christi, das Neue Testament, ist eine Lehre vom Glauben: „Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; […]“ (Hebr 11:6). Deshalb gilt auch in diesem Punkt nur der Glaube. Brot ist Brot, aber wenn wir das Brot vor den Herrn bringen, segnen wir es, indem wir es als den Leib Christi anerkennen und auch dafür danken. Ab diesem Moment wird das Brot zum Leib Christi nach seinem Wort: „Das ist mein Leib“. „Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt ihr, was ich sage. Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot [welches wir, wie auch den Kelch, segnen], das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist's. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben“ (1 Kor 10:15-17).

Wie das Wort des Herrn sagt, so glauben wir daran. „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, […]. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«“ (Röm 1:16 f.). „Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; […]“ (Hebr 11:6).

Wir bringen das Brot vor den Herrn und segnen es, indem wir es als den Leib Christi annehmen und dafür danken. In dem wir dieses tun, erfüllen wir das Wort.

In vielen religiösen Bewegungen wird über den eigenen Leib nachgedacht und nicht über den Leib des Herrn. Der Mensch beurteilt seinen eigenen Leib, ob er es wert ist am Abendmahl teilzunehmen. Um sich würdig zu machen oder zu fühlen, ist es üblich vor dem Abendmahl Buße zu tun, sich miteinander zu versöhnen, zu beten und zu fasten. Erst danach darf das Abendmahl vollzogen werden. Dies geschieht oftmals mit Traubensaft anstelle von Wein. Obwohl Christus eindeutig sagte: „Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon [dem neuen Wein] trinken werde mit euch in meines Vaters Reich“ (Mt 26:29; Mk 14:25). Doch das Halten des Abendmahls bedeutet nicht, über den eigenen Leib nachzudenken, sondern über den Leib Christi. Warum musste Christus im menschlichen Leib erscheinen und diesen als Opfer darbringen? Welche Qualen und Schmerzen musste er erleiden? Denn ein Mensch kann sich selbst niemals würdig machen! Vor allem nicht auf die Art und Weise, wie es in christlichen Religionen gepredigt wird. Deshalb ist das Abendmahl, so wie es in den Religionen vollzogen wird, eine Übertretung der Lehre Christi. Und davon zeugt die Heilige Schrift: „Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn“ (2 Joh 1:9). Dies bedeutet, dass diese Menschen Gott nicht haben.

Das Abendmahl wird abgehalten, um daran zu erinnern, was der Herr vollbracht hat. Er ist der Welt erschienen, um den Menschen die Wahrheit des Lebens zu verkünden. Und diese Wahrheit lautet: Es gibt kein Leben außerhalb von Gott. Das irdische Leben der Menschen ist nur eine zeitliche Erscheinung. „[…]. Denn das Wesen dieser Welt vergeht“ (1 Kor 7:31; 1 Joh 2:17). Nur Gott selbst ist das Leben! Um nun den Menschen dieses wahre Leben zugänglich zu machen, hat Christus die Herrlichkeit des Vaters verlassen und ist zu den vom Teufel eingenommenen Menschen gekommen. „[…], obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet“ (2 Kor 8:9).

Deshalb sollen wir beim Abendmahl immer daran gedenken, welchen Preis Christus zahlen musste, um der Menschheit das Leben, das beim Vater war, zu bringen. So verkündigen wir den Tod des Herrn bis er kommt (1 Kor 11:26). Es soll zum Gedächtnis dessen, was geschehen ist, vollzogen werden (1 Kor 11:23-25).

Wer darf das Abendmahl vollziehen?

Ein wichtiger Punkt betrifft das Abhalten des Abendmahls. Im Alten Testament war dies nur dem Geschlecht Aarons vorbehalten, das für diesen Dienst auserwählt und hierfür von der restlichen hebräischen Gemeinschaft abgesondert wurde. Sie durften nichts Unreines anrühren, mussten bestimmte Kleider tragen, bestimmte Nahrung zu sich nehmen. So sah der Gottesdienst nach dem Fleisch aus. Im neuen Testament hat der Gottesdienst nach dem Fleisch seine Gültigkeit verloren, er ist Gott nicht mehr wohlgefällig. In Jesus Christus sind wir Gläubige das heilige Volk. Es gibt keine Aufteilung mehr nach Priester oder Nichtpriester wie zu den Zeiten des Alten Testaments.

Es gibt keine Bibelstelle, die davon zeugt, dass nur Pastoren, Diakone, Lehrer, Evangelisten oder Bischöfe das Recht haben, den Kelch in die Hand zu nehmen und das Brot zu brechen. Die Wahrheit ist: alle Gemeindemitglieder haben das gleiche Recht in der Gemeinde zu dienen, das Brot zu segnen und zu verteilen, ebenso wie den Kelch zu reichen.

Denn wenn es an einem Ort nur zwei oder drei von Gott geborene Menschen gibt und sie den Wunsch haben, das Abendmahl zu halten und sich an die Leiden Christi zu erinnern – was sollte sie daran hindern, dies in Liebe und im Glauben zu tun? Gibt es hierfür eine Begründung in der Schrift? Nur eines ist dabei wichtig: sie sollen nicht über ihren eigenen Leib nachdenken, ob sie es wert sind oder nicht, sondern über den Leib des Herrn nachsinnen und seines Opfers gedenken!

Somit liegt der Sinn des Abendmahls nicht darin, sich mit seinem Nächsten zu versöhnen, Buße zu tun und sich zu reinigen. Das soll man als Christ immer tun! Das Abendmahl dient zum Gedächtnis daran, dass Christus in diese Welt als ein Mensch kam und der Menschheit den Weg in das Himmelreich öffnete. Er wurde gekreuzigt, hat große Qualen erlitten und ist für die Sünden der Menschen gestorben. Damit hat er allen die Rettung geschenkt!

Beim Abendmahl soll sich der Mensch prüfen, ob er wirklich daran glaubt. „Glaube ich wirklich daran, was dort geschehen ist? Glaube ich daran, dass das Opfer Jesu Christi, sein vergossenes Blut, sein Tod und seine Wiederauferstehung in meinem Leben wirken?“ Wenn der Mensch das wirklich glaubt, ist er es wert am Abendmahl teilzunehmen. Wenn aber Zweifel da sind, dann soll er das Abendmahl nicht annehmen, sonst isst und trinkt er sich selbst zum Gericht! Das heißt, solch ein Mensch nimmt die Seite derer an, die den Herrn gekreuzigt haben.

Er hat für immer die vollendet, die geheiligt werden

„Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie äußerlich rein sind, um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!“ (Hebr 9:13 f.).

Im Alten Testament wird das Gewissen überhaupt nicht erwähnt. Folglich wussten die Menschen nichts davon und es schien, als hätten sie gar kein Gewissen. Doch das Gewissen war da, allerdings war es eingenommen vom Gesetz der Sünde und des Todes.

Die Lehrer des Hebräischen Volkes – die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester – haben entsprechend dem Gesetz „sodass sie äußerlich rein sind“ eifrig ihren Leib, den äußerlichen Menschen, gereinigt. Dadurch wurden sie zu übertünchten Gräbern, die von außen den Menschen hübsch erschienen, aber innen waren sie voller Totengebeine und lauter Unrat. „So auch ihr: Von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht“ (Mt 23:27 f.). Der Herr spricht zu ihnen: „Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein wird!“ (Mt 23:26). Wie sollten die Pharisäer und Gesetzeslehrer aber ihr Inneres reinigen, wenn nach dem Gesetz lediglich der Leib gereinigt wurde?

Durch den Glauben an die reine Lehre des Neuen Testaments wird der Mensch frei von dem „bösen Gewissen“ (Hebr 10:22). „[…] und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. […]“ (Joh 8:31-36). Das böse Gewissen ist ein verderbliches, unreines Gewissen (Tit 1:15), in welchem das Gesetz der Sünde und des Todes, der Geist der Lüge, also der Teufel selbst, wohnt. Dieses Gesetz wird im Menschen vernichtet. Mit anderen Worten: Der Teufel wird aus dem Gewissen ausgestoßen, denn Jesus Christus wird zum Gewissen des Menschen, indem der Heilige Geist in ihm ansässig wird. Das bedeutet, dass der Mensch von Gott geboren wird.

In der Bibel wird die Vollkommenheit im Gewissen des Menschen nur ein einziges Mal erwähnt, sodass dieser Stelle seitens der christlichen Religionen keinerlei Bedeutung beigemessen wird. Dabei ist diese Bibelstelle grundlegend für das geistige Leben eines jeden Menschen!

„Der ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit: Es werden da Gaben und Opfer dargebracht, die nicht im Gewissen vollkommen machen können den, der Gott dient“ (Hebr 9:9). Durch Opfergaben nach dem Alten Testament kann der Mensch in seinem Gewissen nicht vollkommen werden. Das konnte nur unser Herr Jesus Christus durch sein Opfer vollbringen: „Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden“ (Hebr 10:14). Nur so wird der Mensch in seinem Gewissen vollkommen!

Christus – das Ende des Gesetzes

Welche Rolle spielen für uns Christen heute das Gesetz und die Gebote? Wurde das Alte Testament mit seinen Geboten gänzlich aufgehoben, oder nur teilweise? Wie ist zu verstehen, dass Christus einerseits das Ende des Gesetzes ist (Röm 10:4), andererseits das Gesetz aufgerichtet wird (Röm 3:31)?

„Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5 Mose 6:5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3 Mose 19:18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“ (Mt 22:35-40). Die Menschen waren jedoch nicht imstande, diese Gebote zu befolgen, denn in ihnen lebte eine Kraft, die sie unentwegt zum Übertreten der Gebote lenkte. Dadurch wurde das Gesetz immer mehr geschwächt und verlor mit dem Erscheinen von Jesus Christus seine Gültigkeit: „Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde, […]“ (Röm 8:3 f.).

Jesus sagte: „Das Gesetz und die Propheten reichen bis zu Johannes. Von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein“ (Lk 16:16). „Denn damit wird das frühere Gebot aufgehoben – weil es zu schwach und nutzlos war; denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen –, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen. […]. So ist Jesus Bürge eines viel besseren Bundes geworden“ (Hebr 7:18-22). „Denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch vor ihm gerecht sein. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“ (Röm 3:20). „[…]; und in all dem, worin ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet, ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt“ (Apg 13:38 f.). „Denn Christus ist des Gesetzes Ende, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt“ (Röm 10:4). Das Gesetz ist aufgrund seiner Schwachheit aufgehoben worden. Es hat nichts zur Vollkommenheit gebracht und konnte nicht vom Gesetz der Sünde und des Todes befreien, sondern wurde zur Kraft der Sünde (1 Kor 15:56). Die Kraft der Sünde ist das Gesetz, da es vorschreibt, wie der Mensch zu sein hat und eben dadurch die Sünde im Menschen offenbart. Man bezeichnet das Gesetz auch als „toten Buchstaben“, da es kraftlos ist und die Sünde im Menschen nicht besiegen kann. Deshalb ist anstelle des Alten Testaments das Neue Testament getreten (Hebr 9:15). Jesus Christus ist der Mittler des Neuen Bundes, er ist der Hohepriester und der Diener am Heiligtum und am wahrhaftigen Zelt (der Gemeinde), das der Herr aufgerichtet hat und nicht ein Mensch (Hebr 8:1 f.).

Viele „Befürworter“ des Gesetzes stützen sich auf diese Bibelstellen: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich“ (Mt 5:17-19) „Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf“ (Röm 3:31). Um diese Verse richtig zu verstehen, muss man wissen, dass das Gesetz ein Abbild des Wahrhaftigen war; eine Imitation des Lebens, das kommen musste. Es deutete zwar auf Christus hin, war aber nicht das Leben selbst. Wenn wir heute Christus als unser Leben haben, bekräftigen wir mit unserem Leben all das, was das Gesetz auch in sich verbarg und worauf es hindeutete. So wird das Gesetz durch Christus aufgerichtet (Röm 3:31). Zum Beispiel: das Lamm des Alten Testaments ist heute Jesus Christus, unser Passalamm (1 Kor 5:7). Oder das Verbot, Schweinefleisch, Pferdefleisch und Fisch ohne Flossen und Schuppen zu essen, bedeutet für uns heute, dass wir uns nicht von unterschiedlichen religiösen Lehren ernähren sollen. Das heißt, mit unserem Leben bekräftigen wir, dass das Gesetz tatsächlich auf Jesus Christus hindeutete, wie geschrieben steht: „Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeugt“ (Joh 5:39). Wir bekräftigen die Wirklichkeit, das wahre Leben, wovon das Gesetz ein Schatten war: „Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. […]“ (Hebr 10:1). „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig“ (1 Petr 1:15 f.). Das gleiche forderte das Gesetz vom Menschen: Der Mensch musste aus eigener Kraft alle Gebote so erfüllen, damit er nach dem Gesetz heilig wird. Doch es war unmöglich, „denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“ (Röm 3:20).

Um die Menschen aus ihrer misslichen Lage zu befreien, sandte Gott seinen Sohn, damit alle gerettet werden, die an ihn glauben. Jesus Christus hat die Sünden der ganzen Welt auf sich genommen. Er ist für alle Menschen gestorben, von den Toten auferstanden und wurde von Gott zu unserer Heiligkeit und Gerechtigkeit, die vom Gesetz gefordert war (1 Kor 1:30; Röm 8:1 f.). Auf diese Weise ist die Rechtfertigung des Gesetzes in uns – die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben – erfüllt worden (Röm 8:4). Christus starb für das Gesetz. So sind auch wir durch seinen Leib dem Gesetz gestorben und von diesem für immer frei geworden: „[…]. Also seid auch ihr, meine Brüder und Schwestern, dem Gesetz getötet durch den Leib Christi, sodass ihr einem andern angehört, nämlich dem, der von den Toten auferweckt ist, […]. Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und dem gestorben, was uns gefangen hielt, sodass wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens“ (Röm 7:1,4-6).

Indem ein Mensch Jesus Christus annimmt, wird Jesus zur Heiligkeit und Gerechtigkeit des Menschen (1 Kor 1:30; Gal 3:26-28; Offb 19:8). Während das Gesetz bestimmte Werke und Taten vom Menschen forderte, bietet das Neue Testament dem Menschen an, sich durch den Glauben Gott hinzugeben. Und da Gott selbst im Menschen wohnt, leitet er ihn nach seinem Willen (Röm 6:13,19-22; 12:1-8; 8:14; 15:17-19).

Nach dem Neuen Testament ist Christus das Licht, der Verstand, die Freude, der Friede, die Hoffnung, der Glaube, die Demut, das Brot und das Wasser, der Weg des Menschen. Das heißt: Er ist alles in allem!

Der Kampf des Menschen unter dem Gesetz

Auch ein Mensch, der sich unter dem Gesetz des Buchstabens befindet, strebt danach, all diese Eigenschaften in sich aufzunehmen. Er wünscht sich sehr, dass Christus für ihn alles in allem wird. Er ist sehr darum bemüht, die Sünde zu besiegen, denn er geht davon aus, dass sobald er von der Sünde frei wird, Christus in ihm Einzug halten und für ihn alles in allem werden wird. Und das ist der große Irrtum – die Menschen haben das Neue Testament nicht verstanden!

Heutzutage versteht man unter dem Gesetz des Buchstabens die Gesetze des Alten Testaments, und zwar das Einhalten des Sabbats oder das Meiden gewisser Speisen. Für die Menschen in der Religion ist offensichtlich, dass diese Gesetze und Gebote abgeschafft sind und nicht mehr eingehalten werden müssen. Doch vieles andere aus dem Alten Testament wird in das Neue Testament übertragen. Dies hat zur Folge, dass alles verstrickt und durcheinandergebracht wird und das Neue Testament in das Gesetz nach dem Wesen des Buchstabens verwandelt wurde. Die Menschen versuchen aus eigener Kraft und eigenem Willen heraus, dieses Gesetz zu erfüllen und sehen darin ihre Heiligkeit und Wohlgefälligkeit vor Gott. Sie haben sich vom Wesen des alten Menschen nach Adam nicht getrennt, sondern kämpfen gegen ihn an. Wer sich aber nicht durch den Glauben von seinem alten Wesen löst, wird ständig unter der Knechtschaft des Gesetzes sein, denn nach dem alten Adam ist jeder Mensch ein Sünder und kann nicht anders, als zu sündigen. Für den irdischen Menschen ist nur das Gesetz des Buchstabens, der das Eine erlaubt und das Andere verbietet, nachvollziehbar. Er weiß, dass der Lohn für die Sünde der Tod ist und versucht mit all seiner Kraft gegen die Sünde anzukämpfen – doch vergebens! Der Mensch bleibt ihr unterlegen und sündigt weiterhin.

Das heißt, diese Menschen haben Golgatha nicht verstanden und nicht angenommen! Sie sind im Wesen des alten Menschen nach Adam geblieben und versuchen, dieses alte Wesen zu ändern, es umzuerziehen und gerecht und heilig zu machen. Zum Teil führen sie jahrelang, je nach Eifrigkeit gegenüber Gott, einen schweren Kampf gegen sich selbst und können nicht verstehen, dass ihnen der Sieg verwehrt bleibt.

Das Gesetz hat sein Ziel erfüllt

Ein solcher Mensch bittet Gott immer wieder um Kraft und Segen, da Gott nicht inwendig im Menschen ist und nicht zu seiner Kraft geworden ist. Solche Menschen sind von Gott und Christus getrennt, so wie es im Alten Bund der Fall war. Und obwohl sie wissen, dass sich das Wort Gottes nicht an ihnen erfüllt, wollen sie es nicht wahrhaben und täuschen sich selbst, indem eigene Taten und Erfolge Gott zugeschrieben werden und der Vergleich mit anderen, denen es ähnlich geht, ihnen Trost spendet. Solche Menschen verstehen weder das Gesetz des Buchstabens noch das Neue Testament und das Gesetz des Geistes. Es ist ihnen verborgen, wie man aus dem Gesetz des Buchstabens in das Gesetz des Geistes gelangen kann.

Durch den Leib Christi sind wir dem Gesetz, d. h. dem Gesetz Moses, dem Alten Testament gestorben. „Denn Christus ist des Gesetzes Ende, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt“ (Röm 10:4). Wenn man dies nicht versteht, wird man nie die Gerechtigkeit erlangen. Das Alte Testament ist mit Johannes dem Täufer beendet. Das Gesetz hat sein Ziel erfüllt: es hat gezeigt, dass der Mensch durch seine eigenen Anstrengungen nicht in der Lage ist, sich von der Sünde zu befreien und dass die Menschheit einen Retter braucht. Jetzt gilt das Neue Testament, die Zeit der Gnade, in der die Rettung nur durch Christus möglich ist.

Die Gnade

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, […] voller Gnade und Wahrheit. […]. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Moses gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden“ (Joh 1:14-17).

Was ist Gottes Gnade? Was bewirkt die Gnade im Menschen, wenn er diese versteht und annimmt? Und warum bleibt sie doch für viele verborgen und unbegreiflich?

Die Menschheit war durch ihr gottloses Wandeln unwiderruflich im Tod und in der Finsternis gefangen. Für ihre Verbrechen erwartete sie die ewige Finsternis. „Da ist keiner, der gerecht sei, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer […], und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. […] alle Welt wird vor Gott schuldig sein, weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann“ (Röm 3:10-20). „[…] weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag’s auch nicht“ (Röm 8:7).

Gott liebt die gesamte Menschheit und hat sie begnadigt: „Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden)“ (Eph 2:4 f.). „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu […]“ (2 Kor 5:19). „Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib auf das Holz hinaufgetragen, damit wir, den Sünden abgestorben, für die Gerechtigkeit leben: durch seine Wunden seid ihr heil geworden“ (1 Petr 2:24).

Und das ist die Gnade Gottes: Jesus Christus hat die Menschheit mit Gott versöhnt, indem er den vom Gesetz geforderten Tod auf sich nahm. Damit erkaufte er die Menschheit von der ewigen Verdammnis und schenkte ihr die vollkommene Vergebung der Sünden. „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfangen“ (Gal 4:4 f.).

„Jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“ (2 Kor 6:2). Dieser Tag begann mit dem Ruf Christi: „Es ist vollbracht!“ Und solange dieser Tag noch andauert, sind den Menschen alle Sünden vergeben, wenn sie daran glauben.

Können wir als Menschen zur Befreiung von der Sünde etwas beitragen? – Gar nichts! Unser Herr Jesus Christus hat für uns die ewige Errettung erkauft. Alles was wir können und wozu wir imstande sind, ist dieses Opfer im Glauben anzunehmen. Deshalb haben wir auch allen Grund uns zu freuen, Jesus und Gott zu preisen und für diesen Gnadentag, an dem wir seine Stimme zur Errettung hören, zu danken. „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen. Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein“ (Ps 118:22-24). Wenn Jesus Christus das zweite Mal erscheinen wird, endet dieser Gnadentag und die Möglichkeit, sich zu erretten, wird vorbei sein.

Ein sehr starkes Zeugnis der Gnade ist das Schicksal des Übeltäters, der mit Jesus gekreuzigt wurde. Im letzten Moment wurde seine Seele errettet! „[…]. Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23:41-43). Was hat den Übeltäter gerettet? Die einfache und aufrichtige Erkenntnis darüber, wer er war und was er getan hatte. Er bekannte Christus als Retter. Hat dieser Übeltäter diese Gnade und Errettung verdient? Er hat doch Menschen beraubt und getötet! Was also hat ihn vor der ewigen Verdammnis errettet? „[…] die heilbringende Gnade Gottes […]“ (Tit 2:11).

„Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden – und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, […]. Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich niemand rühme“ (Eph 2:4-9).

Das Neuen Testament brachte die Errettung unabhängig von den Taten. „[…]. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist doch die Gnade noch viel mächtiger geworden“ (Röm 5:20). Es gibt keine Sünde, die das Opfer Christi nicht erkauft hätte, ganz gleich wie groß die Sünde auch sein mag. Denn die Gnade, die jeden Sünder errettet, ist größer! Die große Liebe Christi geht über allen menschlichen Verstand hinaus (Eph 3:19; Phil 4:7).

Gnade um Gnade – Christus opferte sich, um in uns zu leben

„Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade“ (Joh 1:16). „Nämlich das Geheimnis, das verborgen war seit ewigen Zeiten und Geschlechtern, nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses […] ist, nämlich Christus in euch, […]“ (Kol 1:26 f.).

Was bedeutet Gnade um Gnade? Es ist viel mehr als nur Gnade! Die Gnade erschien durch das Opfer Jesu Christi zur Rechtfertigung aller Sünden: „Welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt“ (Röm 4:25). „Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind“ (Röm 5:10).

Doch durch den Glauben an die Vergebung der Sünden allein hat der Mensch noch nicht das ewige Leben. Denn in ihm hat sich die Heiligkeit und Gerechtigkeit noch nicht offenbart, er ist noch seelisch und fleischlich. Um heilig und gerecht zu werden, muss der Mensch an die „Gnade um Gnade“ glauben. Das heißt: Christus in sich aufnehmen. Christus, der von den Toten auferstanden und zum Geist geworden ist, der lebendig macht. Denn Christus selbst ist Geist. Und jeder Mensch hat auch einen Geist – es ist sein Gewissen.

Durch den Glauben an die vollumfängliche Gnade, an die Gnade um Gnade, befreit Christus das Gewissen des Menschen von dem Geist der Sünde und des Todes. Er vereint sich mit dem Menschen und nimmt den Platz im Gewissen ein – Jesus Christus wird zu seinem Gewissen (1 Kor 6:17). Der Mensch ist nun von dem Gesetz der Sünde und des Todes befreit und ist heilig und gerecht (Röm 8:1 f.). Das Wort der Wahrheit erfüllt sich: „Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein“ (Röm 8:9,14; 1 Kor 6:17).

Die neue Kreatur in Christus

Es wird klar, dass sich die Geburt von Gott nicht alleine durch den Glauben an die Vergebung der Sünden vollzieht, sondern erst durch den Glauben an den Tod zusammen mit Christus am Kreuz. Hier stirbt die alte Kreatur und es geschieht die Auferstehung der neuen Kreatur in Christus. Das ist die Geburt von Gott (Röm 6:6 f.). Dabei geht der Mensch vom Tod ins Leben über, steigt aus dieser Welt aus und stirbt für das Leben nach dem Fleisch. Er geht mit und in Christus in das Himmelreich über, das Christus brachte.

„Und aus seiner Vollkommenheit haben wir alle aufgenommen die Gnade um Gnade“ – Jesus Christus hat nicht nur alle unsere Sünden vergeben, sondern hat sich selbst hingegeben, um in uns und für uns zu leben. Unser Leben ist vollkommen und gerecht geworden: „Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung“ (1 Kor 1:30).

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Gnade um Gnade zu erkennen ist für einen Menschen der größte Gewinn. Sie ist unschätzbar und viel mehr wert, als der kostbarste Schatz dieser Welt. Der Geist der Weisheit hat bereits vor vielen Tausend Jahren davon gezeugt: „Denn es ist besser, sie zu erwerben als Silber; und ihr Ertrag ist besser als Gold.“ Sie ist wertvoller als die kostbarsten Edelsteine und mit nichts anderem zu vergleichen!

„Langes Leben ist in ihrer rechten Hand; in ihrer Linken ist Reichtum und Ehre. Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Pfade sind Frieden. Sie ist ein Baum des Lebens […]“ (Spr 3:14-18).

In Christus ist die ganze Fülle der Gottheit

Der Sohn Gottes ist im Leib erschienen und hat den Teufel besiegt. „Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. So hat er, obwohl er der Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks“ (Hebr 5:7-10). „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern HERRN Jesus Christus“ (1 Kor 15:57).

Unser Herr ist „[…] vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es hat Gott gefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte“ – „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist“ (Kol 1:17-19; 2:9 f.).

Wie sich die ganze Fülle der Gottheit in Christus äußert, können wir nicht fassen. Wir können sie nur durch all seine Namen erahnen.

Christus ist:

Der Sohn Gottes

Mt 16:16; Joh 6:69; Röm 1:3 f.

Der Menschensohn

Mk 2:10; Mt 12:8; 1 Tim 2:5

Das Ebenbild des unsichtbaren Gottes

Kol 1:15; Hebr 1:3

Gott über allem

Röm 9:5

Das Wort

Joh 1:14

Der Herr

1 Kor 8:6; Apg 2:36

Der Heilige Geist

2 Kor 3:17; Hebr 9:14; Joh 4:24

Die Liebe

1 Joh 4:16; 2 Kor 5:14

Die Freiheit

2 Kоr 3:17

Ein verzehrendes Feuer

Hebr 12:29

Der Eckstein

1 Petr 2:6; Eph 2:20-22

Der Erste und der Letzte

Offb 1:17; 1 Kor 15:45

Unser Friede, der Friedefürst

Eph 2:14; Jes 9:6

Das Lamm Gottes

Joh 1:29

Der Hohepriester

Hebr 5:1-6; 7:23-28

Der Mittler des neuen Testaments

Hebr 9:13-15

Der Ausrichter des neuen Testaments

Hebr 7:22

Der gute Hirte

Joh 10:12,14; Hebr 13:20

Der König in Ewigkeit

Lk 1:32 f.

Der Heiland der Welt

Apg 4:12; 1 Joh 4:14

Das Haupt der Gemeinde

Kol 1:18; Eph 1:22-23

Der Erschaffer von allem

Kol 1:16; Hebr 1:2,10-12

Der Richter der Lebendigen und der Toten

Apg 10:42; 17:31

Der Weg und die Wahrheit und das Leben

Joh 14:6; 1 Joh 1:1-3

Die Auferstehung

Joh 11:25

Das Brot des Lebens

Joh 6:35-51

Die rechte Speise

Joh 6:53-55

Der rechte Trank

Joh 6:53-55

Das Licht der Welt

Joh 8:12; 12:46

Der Erstgeborene von den Toten

Kol 1:18; Offb 1:5

Vor allem

Kol 1:17

Alle Dinge bestehen in ihm

Kol 1:17; 1 Kor 8:6

Der Erbe über alles

Hebr 1:2; Röm 8:17

Der zweite Mensch

1 Kor 15:47

Die Weisheit, die Gerechtigkeit,

die Heiligung, die Erlösung

1 Kor 1:30; 2 Kor 5:21; Hebr 2:11; 1 Petr 1:18 f.

Der rechte Weinstock

Joh 15:1

Die Tür

Joh 10:7,9

Unsere Beschneidung

Kol 2:11; Röm 2:28 f.

Der treue und wahrhaftige Zeuge

Offb 1:5; 3:14

Die Wurzel und das Geschlecht Davids

Offb 22:16

Der helle Morgenstern

2 Petr 1:19; Offb 22:16

Der Tempel des neuen Jerusalems

Offb 21:22

Unsere Hoffnung

1 Tim 1:1

Unser Sinn

1 Kor 2:16

Heute und derselbe auch in Ewigkeit

Hebr 13:8

Wunder-Rat

Jes 9:5

Ewig-Vater

Jes 9:5

Der, der ist

Joh 8:25

Die Fülle der Gottheit leibhaftig

Kol 2:9

Das A und das O, der da ist

und der da war und der da kommt

Offb 1:8

Die Schlüssel des Todes und der Hölle

Offb 1:18

Groß ist das Geheimnis des Glaubens: Gott ist im Fleisch erschienen und hat die Schuld der gesamten Menschheit auf sich genommen. Er hat den Schuldbrief getilgt, die Strafe für die Sünde – den Tod – selbst getragen und damit die Menschheit von ihrer Strafe befreit. Wer diese Gnade Gottes für seine Errettung glaubt und annimmt, der nimmt die Seite Christi an. Ein solcher Mensch nimmt seinen Tod mit Christus am Kreuz an. Den Tod für das Leben nach dem Fleisch und für das Gesetz der Sünde und des Todes, sowie für das Gesetz. Und noch viel mehr: Gemeinsam mit Christus sind wir nicht nur gestorben, sondern auch auferstanden. Derjenige, der das im Glauben annimmt, geht aus dieser Welt in eine andere über, eine himmlische Welt. Damit trägt er die Unsterblichkeit, das ewige Leben, in sich (1 Tim 3:16; Joh 1:29; 3:16-21; Röm 6-8; 2 Tim 1:9 f.; Hebr 9:26-28; 2 Kor 5:14-21).

Dabei ist es sehr wichtig zu verstehen, dass nur die reine Lehre des Herrn die Unsterblichkeit Gottes in sich trägt. Wenn ein Mensch sich fest dazu entschlossen hat, die zukünftige Welt und die Auferstehung von den Toten zu erreichen (Lk 20:35 f.), darf er in keinem Fall die Lehre Christi übertreten. Er darf weder etwas hinzutun noch etwas wegnehmen, weder zur Linken, noch zur Rechten weichen. Sonst bleibt er ohne Gott! „Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat beide, den Vater und den Sohn“ (2 Joh 1:9). „Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus“ – „Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott redet, so reden wir vor Gott in Christus“ (2 Tim 1:13; 2 Kor 2:17).

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