„Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kol 1,15-17).

„[…] Nun waren ja die Werke (Gottes) von Anbeginn der Welt fertig“ (Hebr 4,3).

Gott bekam den Wunsch, das Himmlische Jerusalem zu erschaffen, doch wie? Aus Menschen! In Gott reifte das Vorhaben und es bekam seine völlige Klarheit. D.h. im Innersten Gottes, in der Tiefe seines Herzens entstand ein vollständiger Plan in Bezug auf den Anfang und das Ende! Gott sah alles ganz klar vor sich und beschloss, es auszuführen. Es steht geschrieben, dass sich Jesus Christus, als es ihn noch nicht gab, schon im Schoss des Vaters befand! Das bedeutet, er war Bestandteil des Vorhabens und befand sich bereits im Innersten Gottes, in seinem Herzen, war aber noch nicht offenbart (Joh 1,18).

Im Anfang war das Wort

Der mächtige Gott äußerte seinen Wunsch durch das Wort und es entstand das Wort, von dem geschrieben ist: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott“ (Joh 1,1 f). Dieses Wort befindet sich nun nicht mehr im Innersten Gottes, sondern ist von ihm ausgegangen (Joh 8,42; 16,27 f.). Das Wort der Weisheit, der Kraft, der Macht und des Lichts wurde geboren. Gott brachte es hervor, um durch dieses Wort alles nach seinem Vorhaben zu erschaffen: „Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist!“ (Joh 1,1-5).

Im gesamten Alten Testament wird das Wort Gottes als Weisheit, Kraft, Licht und als Leben aufgeführt. Dabei wird dieses Wort an keiner Stelle als Sohn benannt, da es diesen einfach noch nicht gab. Und dennoch spricht Jesus Christus über sich: „Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Zuerst das, was ich euch auch sage!“ (Joh 8,25). So wie geschrieben ist: „Ruft nicht die Weisheit […] euch rufe ich und erhebe meine Stimme zu den Menschenkindern! […] Hört […] alle Reden meines Mundes sind gerecht […] Denn mein Mund redet die Weisheit, und meine Lippen hassen, was gottlos ist. […] ich ward geboren […] Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren, als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens!“ (Spr 8,1-8,24,22,25-31) Wer ist damit gemeint: „Ich bin geboren“? „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare […]; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm!“ (Kol 1,15-17).

Von der Geburt Christi

„Im Anfang war das Wort, […] und Gott war das Wort. […] Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ (Joh 1,1-3) Diese Bibelstellen machen deutlich, dass das Wort Gottes, welches Jesus Christus war, geboren wurde. Dieses Wort hat alles erschaffen, wie es in der Bibel ausführlich beschrieben wird: „[…], dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort“ (2 Petr 3,5). „[…] Denn wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da“ (Ps 33,6,9).

Und als die Zeit erfüllt war: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Joh 1,14)! Wie konnten die Apostel den eingeborenen Sohn vom Vater sehen und erkennen? Denn das Wort, welches der Geist der Weisheit ist, konnte doch von niemandem gesehen werden. Lediglich die Werke, die Schöpfung, die Früchte der Weisheit waren sichtbar. Hier wird die Geburt des Sohnes Gottes in menschlicher Gestalt offenkundig!

Das wurde bereits hunderte von Jahren zuvor vorhergesagt: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst (Gottes!); auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, […]“ (Jes 9,5-7). Ein Sohn ist uns gegeben, schreibt Jesaja. Dieser Sohn war aber noch nicht da, wie ist er uns dann bereits gegeben? „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel (Gott mit uns!). Butter und Honig wird er essen, bis er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen“ (Jes 7,14 f.). Das ist die Prophezeiung von der Geburt des Sohnes Gottes, den es zu dem Zeitpunkt noch nicht gab.

Christus in göttlicher Gestalt

Der Anfang des Sohnes Gottes war das Wort der Weisheit und des Verstandes. Er wurde zum Sohn, als er als Mensch geboren wurde: „[…] Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären […]. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; […]. Darum wird auch das Heilige, was geboren wird, Gottes Sohn genannt werden“ (Lk 1,30-35; Jes 7,14; 9,6 f.). Er wird wachsen wie alle Menschen: „Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade lag auf ihm. […] Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes (nach Jerusalem) […]“ und seine Eltern verloren und fanden ihn im Tempel mitten unter den Lehrern. Dabei zeigte er erstaunliche Kenntnisse! „Und er ging mit ihnen […] und war ihnen gehorsam. […] Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen“ (Lk 2,40-52). „Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; […]“ (Hebr 1,9). Und wie es Jesaja vorhersagte: „bis er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen“ (Jes 7,15)!

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