Chistus Fuelle Gottheit

Der Sohn Gottes, das reine Wort Gottes, ist im Leib erschienen und hat den Teufel, den Geist der Lüge, besiegt. Er hat „den Tod zunichte gemacht und Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht […] durch das Evangelium“ (2 Tim 1,10). „Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, von Gott genannt ein Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks“ (Hebr 5,9 f.).

Er ist vor Allem, das A und das O, der Anfang und das Ende, der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Durch ihn schuf Gott der Herr die ganze Welt und alle Dinge bestehen in ihm. Er hält die ganze Welt, die er in der Finsternis aus dem Nichts erschaffen hat, durch das Wort seiner mächtigen Kraft – mit der Kraft, mit der er alle Moleküle zusammenhält. Mit der Kraft, die das ganze Universum, die Planeten und Galaxien zusammenhält, welche die Menschen aus den Toten auferstehen lässt, in einem verklärten, unvergänglichen Leib. Eine Kraft, die das tote Gewissen eines Menschen lebendig machen kann! Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf das er in allem der Erste sei! Er ist die Auferstehung und das Leben und wurde zum Erben gesetzt über alles, zum Haupt aller Mächte und Gewalten und ist aufgefahren in die Höhe über allen Himmeln und hat sich gesetzt zur Rechten Gottes in seinem Heiligtum! Er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde! Er, der König der Himmlischen Welt, obwohl er reich ist, wurde er um unseretwillen arm, damit wir durch seine Armut reich würden. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Und den Menschen ist kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen! Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig (Kol 2,9)! Alles, was Gott ist, ist auch Christus! Wie sich die ganze Fülle der Gottheit äußert, können wir nicht fassen. Wir können sie nur durch all seine Namen erahnen.

Denn er erfüllte mit seinem Wort die ganze Welt, alle Himmel und niemand kann sich vor ihm, vor seinem Wort verbergen! „Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen“ (Hebr 4,12)!

Die Namen Christi

Christus ist nicht nur der Sohn Gottes und Menschensohn, sondern das Ebenbild Gottes und gleichzeitig Gott über allem, der Herr und der Heilige Geist! Als Philippus ihn fragte, dass er ihm den Vater zeige, sprach Jesus zu ihm: „So lange bin ich bei euch und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Joh 14,9).

Dort wo Christi Geist ist, da herrscht Freiheit. Der mächtige Herr und Gott, der die Himmel und die Erde erfüllt, hat uns frei erschaffen und lässt uns in Freiheit. Wir spüren ihn nicht und können völlig frei agieren. Er drängt sich uns nicht auf. Wir können uns vollkommen frei für oder auch gegen ihn entscheiden, unser Leben so verbringen, wie wir es möchten. Er trägt die ganze Menschheit in seiner Geduld und ist der treue und wahrhaftige Zeuge Gottes.

Christus ist unsere Hoffnung, der Mittler des neuen Bundes

Christus selbst ist unsere Hoffnung, da er der Gott der Hoffnung ist (Röm 15,13)! Ohne Hoffnung kann kein Mensch leben. Die Hoffnung lässt uns aufleben, gibt uns einen Sinn, Kraft und Mut, weiterzumachen. Christus kam in diese Welt und wurde zum Mittler des Neuen Testaments (Hebr 9,15), des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes, der lebendig macht! Da die Menschen den ersten Bund – das Gesetz Mose – nicht halten konnten, kam Christus und errettete uns durch seinen Sieg am Kreuz. Er hat uns vom Gesetz der Sünde und des Todes im Gewissen befreit, uns die Angst vor dem Tod genommen und hat uns durch das Evangelium befreit und eine ewige Hoffnung und Leben in unsere Herzen gegeben! „Denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen -, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen“ (Hebr 7,19). „So sollten wir […] einen starken Trost haben, die wir unsre Zuflucht dazu genommen haben, festzuhalten an der angebotenen Hoffnung. Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele […]“ (Hebr 6,18 f.).

Christus ist das Licht dieser Welt, die Leuchte der neuen, himmlischen Stadt Jerusalem, die Wurzel des Geschlechts Davids und der helle Morgenstern! Dieses Licht scheint in der Finsternis des Herzens und vernichtet im Gewissen des Menschen den Tod, wenn man an sein reines Wort glaubt und diesem im Herzen Raum lässt. Das Licht leuchtet im Herzen zunehmend, bis es hell wird, wie am vollen Tag. „Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche, und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen“ (2 Petr 1,19).

Christus ist das Brot des Lebens,

welches vom Himmel kommt und der Welt das Leben gibt (Joh 6,50). Deshalb ist es sehr wichtig, durch das Wort der Wahrheit von Gott geboren zu sein und sich nur durch reine Speise zu ernähren, welche selbst Jesus Christus ist (Joh 6,48-58). Christus ist der gute Hirte (Joh 10,11), der seine Schafe auf saftige Wiesen hinausführt und ihnen zur richtigen Zeit die rechte Speise und Trank austeilt. Wer seinen Leib isst und von seinem Blut trinkt, der wird in Ewigkeit leben! Die Wichtigkeit der Ernährung für das geistliche Leben eines Christen wird in der Bibel sehr deutlich hervorgehoben. So wird Christus als das himmlische Brot und lebendige Wasser benannt: Wer zu ihm kommt, den wird es nimmermehr dürsten. Er ist der rechte Weinstock und wir, seine Kinder, sind die Reben, die von seinem Saft genährt und durch Christus selbst gereinigt werden, damit wir mehr Frucht bringen und Gottes Namen verherrlichen (Joh 15,1). Christus ist die Quelle des Lebens: Wer ihn aufnimmt, aus dessen Leib werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. Wer von diesem geistlichen Felsen trinkt und ihn durch den Glauben in sein Herz aufnimmt, aus dessen Leib wird das Leben fließen, das Wort selbst, welches wiederum andere lebendig machen kann (Joh 7,38).

Christus ist der letzte Adam und der zweite Mensch,

der vom Himmel kommt. Den ersten Adam hat der Teufel durch List und Lüge verführt und ihn sich unterworfen, ihn eingenommen. Der letzte Adam kam, um zu siegen und dem Teufel die Macht zu entreißen, ihm die Schlüssel der Hölle wegzunehmen (Hebr 2,14; Offb 1,18; 1 Kor 15,45-47). Der letzte Adam hat nicht gesündigt! Er siegte durch seine Auferstehung von den Toten und wurde zum von Gott bestimmten Richter der Lebendigen und Toten, zum Geist, der lebendig macht (Apg 17,31; Röm 14,9). Jeder, der von ihm geboren ist, ist eine neue Kreatur. Das Leben dieser neuen Kreatur ist Christus, die Speise dieser neuen Kreatur ist ebenfalls Christus, also Christus alles in allem!

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