Wofuer War Gesetz Gottes Gegeben

Was ist das Gesetz und was bezweckt dieses? Ein Gesetz bringt immer einen Willen zum Ausdruck und zwar in Form einer Vorschrift oder Regel. Die Nichterfüllung eines Gesetzes wird meist mit einer Strafe belegt, sodass die meisten Menschen bemüht sind, sich innerhalb dieses Regelwerkes zu bewegen. Gesetze sind für einen Staat notwendig, denn erst sie ermöglichen das Zusammenleben der Menschen. Dies würde ohne Regelungen nicht funktionieren.

Das erste Gesetz wurde im Garten Eden ausgesprochen

Das Gesetz hält die Welt zusammen und ist von Gott gegeben! Bevor das Gesetz (die zehn Gebote) der Menschheit gegeben wurde, sprach Gott zunächst ein Gebot aus. Er befahl Adam und Eva im Garten Eden nicht von der Frucht zu essen – dies war schon das erste Gesetz für die Menschen. Um die Treue zu prüfen, ließ er die Schlange an den Menschen herantreten, die Gottes Gebot verdrehte: „Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“ (1 Mose 3,1-6). Der Schlange gelang es, Adam und Eva zu verführen – sie glaubten ihr. Was danach geschah beschreibt dieser Vers: „[…] wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben“ (Röm 5,12). Auf diese Weise begann das irdische, seelische Leben der Menschen auf dieser Welt. Ein Leben außerhalb von Gott, unter der Gesetzmäßigkeit der Sünde und des Todes. In diesem Zustand waren die Menschen unfähig sich selbst zu verstehen oder das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Dies zeigt die Geschichte von Kain und Abel und ebenso die Entwicklung der ersten Welt, die aufgrund ihrer Sünden durch die Sintflut vernichtet wurde.

Die Einführung der zehn Gebote

Nach der Vernichtung der ersten Welt führte Gott durch Moses die zehn Gebote ein (das Gesetz). Das Gesetz zeigte, was Gott wohlgefällig war und deckte gleichzeitig auch die Sünde im Menschen auf (Röm 7,7-13).

Die Bibel unterteilt die Geschichte der Menschheit in drei Phasen:

Die erste Welt (das Kleinkindalter): Diese Etappe wurde aufgrund der extremen Verdorbenheit und Ausschweifung der Menschen durch die Sintflut beendet. Denn das von den Menschen geführte Leben entsprach nicht dem, was Gott von den Menschen wollte.

Das Leben unter dem Gesetz (die Kindheit): Diese Etappe begann mit der Übermittlung des Gesetzes durch Moses, den großen Propheten und Anführer des israelischen Volkes. Die Zeit unter dem Gesetz war den Menschen gegeben, um sie zur Gnade hinzuführen: „Aber die Schrift hat alles eingeschlossen unter die Sünde, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus gegeben würde denen, die glauben. Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der dann offenbart werden sollte. So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden“ (Gal 3,23 f.).

Die letzte Etappe ist die Zeit der Gnade, die mit der Erscheinung von Jesus Christus in Kraft getreten ist und bis zum Ende dieser Welt Bestand hat.

Das Zeitalter des Gesetzes

Durch Mose wurde den Israeliten das Gesetz Gottes übermittelt – dies geschah durch Gottes Befehl. Das Gesetz diente dem Aufbau einer Ordnung und zeigte den Menschen einen Gott wohlgefälligen Wandel. Gott verhieß dem Volk Israel seinen Segen, wenn es seine Gebote und Satzungen einhalten würde. Im Gegenzug würde das Volk alles verlieren, wenn es sich nicht an das Gesetz Gottes hält.

„Gott der Herr rief Mose, zu sich auf den Berg zu steigen. Das tat Mose und verbrachte dort bei und mit Gott vierzig Tage und Nächte. Er aß und trank nichts. Und Gott gab ihm zwei steinerne Tafeln mit den zehn Worten, beschrieben mit dem Finger Gottes: „Und er verkündigte euch seinen Bund, den zu halten er euch gebot: die zehn Worte. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln“ (5 Mose 4,13).

Sodann entstanden die fünf Bücher Mose. Um das Gesetz treu zu erfüllen, wurde gesagt: „Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen und du wirst es recht ausrichten. Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, […]“ (Jos 1,8,7). Solange die Israeliten das Gesetz bewahrten und erfüllten, konnten sie ein gutes Leben unter der Schutzhand Gottes führen (5 Mose 33,29; 5 Mose 33,27 f.). Doch sie begannen das Gesetz zu übertreten und sind gefallen, bis sie letztendlich von Gott verworfen wurden und alles verloren haben.

Aus welchem Grund wandte sich das Volk vom Gesetz ihres Herrn und den Aufrufen der Propheten ab? (Jer 25,3-7; Jer 23,9-17). Es geschah, da die Israeliten Gott ungehorsam waren und sich ständig von seiner Wahrheit abkehrten, um heidnische Götzen anzubeten. Dabei ist der Götzendienst von Beginn an ein Gräuel vor Gott und es wird auch bis ans Ende der Welt so sein. Was hat Israel daran gehindert, ihrem Gott treu zu sein? Sie lebten doch in ihrem eigenen Land mit gut bewachten Grenzen, waren von heidnischen Völkern abgesondert und ihrem Einfluss nicht ausgesetzt. Warum sind sie dennoch immer wieder dem Götzendienst verfallen, obwohl sie davor vielfach durch das Gesetz Mose und die Propheten gewarnt wurden? (Ps 115,4-8; Jes 44,9-21; Jer 10,1-5).

Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde

Das Neue Testament spricht: „Wir wissen aber: was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, damit allen der Mund gestopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“ (Röm 3,19 f.).

Das Gesetz wurde von Gott ein für alle Mal gegeben, d.h. es gilt, solange das Leben nach dem Fleisch und für das Fleisch auf dieser Erde existiert (3 Mose 16,34; 4 Mose 10,8; 2 Mose 12,14). Mit der Zeit verbreitete es sich unter den Heiden und spiegelt sich auch heute noch in den Gesetzesbüchern aller Völker wider.

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