Teufel

Die Bibel spricht zu uns: „[…] euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge“ (1 Petr 5,8). Der Teufel geht also umher und sucht, was deutlich zeigt, dass er lebendig ist. Er ist zwar der Tod, doch er wirkt und agiert. Er ist ein Geist, der in der Luft herrscht (Eph 2,2) und er erfüllt die gesamte Atmosphäre unter dem Himmel. Wenn wir das Radio oder den Fernseher einschalten, gibt es dort etwa einen Moment der Ruhe, einen Augenblick, in dem kein Wort gesprochen wird? Tag und Nacht, 24 Stunden lang ist die Luft erfüllt vom Wort des Teufels. „[…] der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams“ (Eph 2,2). Sein Wirken kann sehr einfach erkannt werden: Wenn das Wort Gottes gesprochen wird, äußert er unbedingt seinen Widerstand.

Es geht um Leben und Tod

Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt” (Eph 6,11-18). In diesen Worten liegt die Frage von Leben und Tod verborgen. Wenn man die Waffenrüstung Gottes angezogen hat und so fest darin steht, dass einen nichts erschüttern und man allem widerstehen kann und siegt, dann hat man das ewige Leben. Den Tod bedeutet es aber für den, der die Waffenrüstung Gottes nicht hat, sodass die Pfeile des Teufels ihn ungehindert durchdringen und so lange verwunden, bis er stirbt.

Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut – wir kämpfen nicht gegen die physischen Menschen. Sie sind nicht die Feinde, gleich welcher Nationalität oder welchen Geschlechts, denn „er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht […]“ (Apg 17,26 f.). Unser Kampf ist gegen die bösen Geister unter dem Himmel.

Doch wer sind diese Geister und woher kommen sie? Es sind alle Lehren dieser Welt, die der heilsamen Lehre Christi widerstreben und entgegenwirken. Diese Geister besitzen die Fähigkeit, als Engel des Lichts aufzutreten (2 Kor 11). Sie passen sich an, wirken durch die Menschen, vor allem durch Gläubige und tun alles, damit ihnen geglaubt wird. Wenn sie ihr Ziel erreicht haben, fangen sie an, sich zu äußern und nehmen immer mehr Raum ein. Dabei geben sie sich nicht sofort in einer groben Lüge, wie zum Beispiel Totschlag, Mord oder Diebstahl zu erkennen, sondern erwecken den Anschein von Liebe und Güte. Listig und fein passen sie sich an und versuchen, als Wahrheit Gottes zu erscheinen. Doch das ist ein Trugschluss – ein Beispiel dafür sind die Galater.

Ihre Kraft liegt im Glauben

Das Geheimnis ihrer Kraft liegt im Glauben an sie. Wenn ihnen nicht geglaubt wird, können sie nichts tun. Und deshalb sind sie immer darauf bedacht, die Menschen für sich zu gewinnen und sie zu überzeugen. Fakt ist, dass der Teufel ohne den Menschen nicht wirken kann. Der Mensch, als ein Gefäß, bietet für ihn die einzige Möglichkeit, in ihm zu wohnen und sich durch ihn zu äußern.

Deshalb sind die bösen Geister unter dem Himmel (Eph 6,12), deren Wesen der Tod ist, auch nur damit beschäftigt, jegliche Seele zu besetzen, damit sie durch sie wirken können. Darin liegen ihre Freude und ihre Lebenskraft. Sie sind auf einen Menschen angewiesen: „Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin” (Lk 11,24). Sobald diese Geister ihren Platz im Menschen gefunden haben, fangen sie an, sich zu äußern. Und zwar durch Streit, Stolz, Hass, Aggressionen, bis hin zum Mord und Krieg. Sie können nicht anders, denn es ist ihre Wesensart.

Mensch und Teufel agieren zusammen

Damit es einfacher ist, den Menschen zu beherrschen und unter seiner Führung zu lassen, hat der Teufel eine unzählbare Menge an Lehren hervorgebracht, die das Evangelium verfälschen. Wie bereits beschrieben, kann der Teufel ohne den Menschen nichts tun. Auch eine falsche Lehre kann er nur mithilfe der menschlichen Seele hervorbringen. Dabei gibt er dem Menschen Gedanken zu einem Thema der Schrift und den Eifer, darüber nachzudenken. Die Seele beginnt zu überlegen, etwas Neues hervorzubringen, und dann kommen solche Gedanken wie: „Es ist sicher richtiger, es so zu verstehen, wie ich denke. So wie man es jetzt versteht, ist es absolut falsch!“ Der Mensch teilt seine Gedanken mit anderen und findet Gleichgesinnte, die ihn bei seinem Vorhaben unterstützen. Eine neue Lehre und Interpretation des Evangeliums wird geboren. In der Absicht, es richtiger machen zu wollen, wird eine Teilung von der herkömmlichen Gruppe vollzogen. Doch wer hat dabei diese neue teuflische Lehre geboren? Der Mensch als eine Persönlichkeit, mit seinem Verstand und seinem Willen, unter der Führung des Teufels. Die Gedanken, die dem Menschen eingeflößt wurden, sein Streben nach etwas Besserem, die neue Sicht und das neue Verständnis – das alles war durch den Teufel initiiert, doch den Vorgang der Erschaffung, die neue Lehre hat der Mensch selbst hervorgebracht. Der Teufel ist ohne den Menschen nicht fähig, etwas zu entwickeln und zu erschaffen.

Der Teufel – ein brüllender Löwe

Der Teufel ist eine mächtige Kraft, er wird mit einem brüllenden Löwen verglichen, der ständig umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann. Für uns heute ist es ganz leicht, sich von einem Löwen fernzuhalten und diese Gefahr zu meiden. Doch wie können wir uns vom Teufel fernhalten? Er ist gefährlicher als ein Löwe, denn der Tod, den er bringt, ist die ewige Finsternis im feurigen Pfuhl!

Der Teufel besitzt und gebraucht in seinem Kampf auch physische Kräfte, um seinem Ziel nachzugehen, z. B. die kriminelle Welt und ihre Wirkungsmechanismen. Doch seine größte Kraft nutzt er, wenn er sich wie ein Löwe auf seinen weichen Pfoten still und unbemerkt anschleicht. Er streichelt einen nahezu, verspricht einem nur das Beste und verführt so Massen von Menschen in sein Netz. Seine Taktik und seine Waffen sind sehr raffiniert und heimtückisch. So wird jegliche Religion als eine liebevolle Lehre nach der Wahrheit vorgestellt. Den Menschen wird vorgeheuchelt: „Kommt und ihr findet Ruhe und Frieden für eure Seelen!“ Und Milliarden von Menschen fallen darauf rein und glauben diesen Lügen, am Ende finden sie nur Leid und befinden sich in einem inneren Kampf. Es zuzugeben, fällt vielen schwer, manche versuchen in einer anderen Bewegung einen Ausweg zu finden. Das Ziel ist die Suche nach Ruhe und Frieden für die Seele, doch der Betrug ist allgegenwärtig! Wenn das Wort der Wahrheit aber erschallt, klingt es für die Menschen so unverständlich und absurd, es wird wie eine Torheit wahrgenommen, so wie die Schrift es auch vorhersagt (1 Kor 1,21).

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