Jeder Mensch sucht nach dem inneren Frieden. Dabei geht es um nichts anderes, als um ein Gefühl des „Glücklichseins“ oder der „Zufriedenheit“. Gefühle bestimmen unser Leben, sie sind ein unsichtbarer Teil von uns. Was ist die Quelle der Gefühle? Wo und wie entstehen sie?

Die innere, geistliche Welt mit ihren Gefühlen bildet sich durch den Glauben eines Menschen an irgendein Wort aus. Von klein auf bis zum letzten Atemzug füllt der Mensch sein Inneres mit vielen Worten auf und wird zu einer „wandelnden Informationsquelle“. Der Mensch ist ein Gefäß, welches von gesammeltem Glauben und gesammelten Informationen angetrieben wird.

Der Glaube hat eine direkte Auswirkung auf die Gefühlswelt eines Menschen. Ein ganz banales Beispiel: Ich lerne einen Menschen kennen, der in mir bestimmte Gefühle auslöst. Von ihm erzähle ich einem guten Freund. Dieser kennt ihn seit Jahren und teilt mir seine negative Meinung über ihn mit. Wenn ich meinem Freund vertraue und ihm glaube, bekomme ich sofort andere Gefühle, die von meinen ursprünglichen Gefühlen abweichen. Warum? – Ich habe einem anderen Wort geglaubt. Durch den Glauben hat dieses Wort in mir meine Wahrnehmung und meine Gefühle zu dem Menschen komplett verändert. Ich sehe ihn plötzlich mit anderen Augen, ich höre ihm anders zu und fange an, anders mit ihm zu reden!

Sind meine Gefühle wahr, kann ich ihnen blind vertrauen? Woher weiß ich, dass sie mich nicht belügen, sodass ich am Ende nicht „dumm“ dastehe? Diese Fragen zeigen, dass tief im Herzen etwas lebt, das unabhängig von dem Verstand agiert. Dieses „Etwas“ ist ein Geist, der im Gewissen lebt. Ein Geist ist nichts anderes als ein Wort. Es gibt eine Redensart: „Ich bin, was ich esse“. Es geht hier um die physische Nahrung, genauso gut kann man aber diese Redensart auf unser geistliches Leben anwenden. Weil es neben der physischen Speise unbedingt auch eine geistliche Speise gibt und diese für jeden Menschen unabdingbar ist: sei es Information aus dem Fernseher, Radio, Zeitung oder Internet. Welches Wort der Mensch „gespeist“ bzw. geglaubt hat, dieses wird ihn unbedingt antreiben: „Merkt ihr noch nicht, dass alles, was zum Munde eingeht, das geht in den Bauch und wird in die Grube ausgeworfen? Was aber aus dem Munde herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsches Zeugnis, Lästerung“ (Mt 15,17-19).

Im Römerbrief im siebten Kapitel zeigt Apostel Paulus, wie jeder Mensch ohne Gott im Herzen lebt: ein ewiger innerer Kampf mit sich selbst, mit der Sünde, die sich im Herzen des Menschen eingenistet hat: „[…] wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben“ (Röm 5,12).

Der Zustand des „inneren Kampfes“ hat seinen Beginn in einer Person gefunden und sich dann wie eine Pest auf die ganze Welt „durchgefressen“. Ausnahmslos jeder Mensch ist damit „verseucht“. Der eine erlebt diesen Kampf wie selbstverständlich, der andere fühlt sich innerlich zerrissen und wird krank bis zur schweren Depression. Gibt es denn keinen Ausweg aus diesem Zustand? Wo findet man Ruhe und Frieden? – Eins ist klar, nicht in dieser Welt: „Wir wissen, daß […] die ganze Welt liegt im Argen“ (1 Joh 5,19). Früher oder später wird die Welt untergehen (2 Petr 3,7). Warum suchen die Menschen ihr Glück dann im Vergänglichen? Der Mensch, der doch als eine lebendige Seele für die Ewigkeit erschaffen wurde!

Jesus sagte: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht“ (Joh 14,27). Der Friede von Gott ist ewig und wahrhaftig. Denn Gott selbst ist der Gott des Friedens (2 Thess 3,16). Der Friede dieser Welt ist nicht beständig, nur von kurzer Dauer. Der Mensch dieser Welt hat keine Sicherheit, er weiß nicht, was morgen auf ihn wartet. Was die Bibel schon vor ca. 2000 Jahren gesagt hat, ist gerade heute so zutreffend! „Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein in Ratlosigkeit beim Brausen des Meeres und der Wasserwogen, und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden […] Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Lk 21,25-33).

Aber es gibt einen Ausweg für jeden Menschen! Er muss aus dieser Welt, die nicht nur sichtbar, sondern auch unsichtbar bzw. geistlich ist, aussteigen und in Gottes Reich eintreten. Gottes Reich ist außerhalb dieser Welt. Dies geschieht durch den Glauben an das wahre Wort Gottes. Der Mensch hört nun auf, sich tagtäglich mit falschen Informationen vollzustopfen. Er ernährt sich von einer anderen Quelle. Die Welt ist voller Lügen, der Betrug ist ihr alltägliches Geschäft! In Gottes Welt regiert die reine ewige Wahrheit, die Menschen selig macht.

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