„Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen“ (Mk‬ 10,15)‬. ‬‬

Vor kurzem fragte ich meine Kinder, ob sie sich erinnern können, wie Gott den Menschen erschaffen hat. Meine älteste Tochter antwortete sofort, dass Gott den Menschen aus Erde erschuf und ihm den lebendigen Odem gab (1 Mose 2,7). Und obwohl wir mit den Kindern schon darüber gesprochen hatten, war es für die Jüngeren so, als hörten sie es zum ersten Mal! Beide waren darüber sehr erstaunt und beeindruckt! Sie zeigten auf ihre Hände und sagten verblüfft: „Das ist Erde!“ Und das war noch nicht mal eine Frage – sondern einfach eine Bewunderung! Wir sprachen weiter darüber, dass der Mensch aus Staub gemacht ist und wieder zu Staub zurückkehrt (sein Körper). Aber die Seele ist lebendig – sie geht entweder in das Himmelreich (zu Gott) oder in den ewigen Tod.

Für mich war es sehr schön, die Reaktion der Kinder zu sehen, als sie gehört hatten, wie Gott den Menschen erschuf. Als später der Papa nach Hause kam, konnten sie es kaum abwarten, diese Information mit ihm zu teilen. Sofort erzählten sie fröhlich: „Papa, es ist Erde! Gott erschuf uns aus der Erde!“

Und hier erinnerte ich mich an die Bibelstelle (Mt 18,3), in der geschrieben steht, dass wer das Himmelreich nicht wie ein kleines Kind annimmt, nicht dorthin gelangen kann. Was bedeutet das? Warum hat Christus hier als Beispiel ein kleines Kind genommen?

„Und sie brachten Kindlein zu ihm, dass er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen“ (Mk‬ 10,13-15)‬. ‬‬

Als meine Kinder hörten, dass sie aus Erde erschaffen worden sind, haben sie einfach daran geglaubt! Sie haben nicht versucht, es zu beweisen. Sie sind nicht nach draußen gegangen, um eine Probe aus der Erde zu entnehmen und sie dann im Mikroskop nach den Komponenten und Elementen zu untersuchen, um sie anschließend mit den Bestandteilen der eigenen Haut zu vergleichen. Sie haben auch nicht gesagt: „Warte mal, meine Haut sieht doch gar nicht aus wie Dreck, wie Erde!“ Oder: „Es fühlt sich nicht an wie Erde, es sieht auch nicht aus wie Erde, ja es riecht ja nicht einmal nach Erde. Deshalb kann es gar nicht die Wahrheit sein – also ist es auch nicht so!“ Oder: „Ich weiß nicht, ich muss zuerst Beweise finden um daran zu glauben…“. Das ist genau der Glaube, der notwendig ist: Glauben wie ein Kind, um das Himmelreich Gottes zu empfangen!

So wie die kleinen Kinder einfach ihren Eltern glauben, so müssen auch wir einfach an das Wort, das Gott gesprochen hat, glauben! Einfach an das Wort Gottes glauben, das in der Schrift geschrieben steht, ohne irgendwelche „aber“ oder Zweifel. „Aber für mich sieht das nicht so aus, ich erlebe es nicht so (fühle es so nicht), es riecht für mich nicht danach. Also kann es so nicht sein!“ Oder: „Aber der hat es so und so gesagt.“ Oder: „Aber meine Erfahrung und meine Erlebnisse zeigen das Gegenteil…“.

Daraus folgt: wenn das Wort Gottes sagt, dass er erschienen ist, um unsere Sünden auf sich zu nehmen, ist es notwendig einfach wie ein Kind daran zu glauben! Das bedeutet, gegen sein Verständnis, seine Gefühle, seine Erfahrungen, seine Ansichten zu gehen – und einfach das Wort Gottes anzunehmen! Wenn es Gott so gesagt hat, dann ist das die Wahrheit! Und was hat das mit meinen Gefühlen, meinen Erlebnissen oder meinem Verständnis zu tun!? Wahrheit ist Wahrheit, unabhängig davon, was der Mensch fühlt, erlebt oder versteht!

Ich habe das Himmelreich Gottes empfangen, weil ich mich einst dafür entschieden habe, mich von mir selbst abzusagen: von meinen Gefühlen, meinem Verständnis, meinen Ansichten, und einfach wie ein Kind zu glauben und das Wort Gottes anzunehmen! Mein Glaube ist einzig auf das Wort Gottes gebaut und das ist mein Fundament, unabhängig davon, was passiert und was wer sagt, tut oder denkt!

„So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht mehr über ihn herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unserm HERRN“ (Röm 6,5-11).
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„Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsre Sünden wegnehme, und es ist keine Sünde in ihm. Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer da sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. Kindlein, laßt euch niemand verführen! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre. Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt bei ihm; und kann nicht sündigen, denn er ist von Gott geboren“ (1 Joh 3,5-10).
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Dieser Blogbeitrag wurde aus dem Englischen übersetzt.

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