„Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden! Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.“ (Mt 7,13-15).

Warum hat der Herr so gesprochen? Die Pforte ist deshalb eng und der Weg ist deshalb schmal, weil nur in Christus das Leben ist und nur wer in seinem Wort bleibt, der hat das ewige Leben. „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6).

Christus, das Wort selbst, ist zu uns gekommen im Fleisch, um uns das Geheimnis des ewigen Lebens zu offenbaren (Joh 1,14). Christus spricht, wenn ihr in meinem Wort bleibt, dann werdet ihr leben.

„Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8,31-32).

Es ist also unabdingbar wichtig, die Wahrheit zu erkennen! Denn „Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien“ (Jak 1,18).

Wenn jemand also die Wahrheit nicht erkannt hat, dann kann er nicht nach dem Willen Gottes geboren werden! Deshalb ist es auch so wichtig, nach der allein seligmachenden Wahrheit zu suchen und zu streben, bis man sie gefunden hat. Und Gott wird sich finden und erkennen lassen.

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“ (Mt 7,7-8).

Aber wie weiß der Mensch, dass er die Wahrheit noch nicht gefunden hat? Indem er aufrichtig sein Herz prüft, ob sich die Früchte des Geistes (Gal 5,22) inwendig im Herzen erfüllen. Denn selbst der tiefste und zweifelloseste Glaube an Gott wird nicht retten, wenn dieser Glaube nicht dem reinen Wort der Wahrheit entspricht. Durch die enge Pforte kann nur derjenige, der mit Christus am Kreuz für diese Welt und für sein altes ICH gestorben ist und durch das reine Wort als neuer Mensch aufersteht. Dadurch wird Christus zu seinem Gewissen und zu seinem Leben, denn das ist der schmale Pfad, Christus selbst . Dafür muss der Mensch verstehen, an was er eigentlich glaubt und was ihn bisher im Leben angetrieben hat. Es sind nicht einfach die Werke der Sünde (Gal 5,19-21), für die der Mensch am Kreuz sterben muss, sondern es liegt tiefer. Die Werke der Sünde sind nur die Frucht, die Wurzel aber ist die Lüge, an die der Mensch glaubt und die von Geburt an in ihm steckt (Röm. 5,12). Der Mensch dieser Welt ist unbedingt stolz auf etwas, was er z.B. erreicht hat, was er gut kann, welches Talent er doch hat, wie klug er eigentlich ist usw. Diese Welt, für die er sterben muss ist in ihm, und das muss er gut verstehen.

Wenn der Mensch also nicht für diese Welt stirbt, dann bleibt er irdisch und wird das Ziel verfehlen! Nichts Unreines wird Eingang finden in das ewige Himmelreich.

„Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8).

Gott hat uns Menschen begnadigt und hat sich unser erbarmt, indem er uns wieder den Zugang zum Baum des Lebens gewährt hat. Und genau das ist die Gnade für alle Menschen, dass er unseren Schuldschein weggetan hat aus der Mitte, indem Christus zum Fluch wurde , und die Sünde, des Teufels Werk, am Kreuz zerstörte (Gal 3,13; 1Joh 3,8). Dieser Zugang ist offen für alle Menschen, aber der Mensch muss daran GLAUBEN. Und nicht, wie in manchen christlichen Gruppen und Bewegungen verbreitet ist, dass die Gnade immer gilt, unabhängig davon ob der Mensch selbst an diese glaubt oder nicht. Sie verbreiten die Irrlehre, dass er auf jeden Fall gerettet wird. Das ist eine große Lüge! Denn es steht geschrieben:

„Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes“ (Joh 3,18).

Genauso wie diese Meinung eine Lüge ist, gibt es so viele Lehren, Anschauungen, Ansichten, Glaubensrichtungen, Religionen etc., die entstanden sind durch die eine Lüge (Röm 5,12). Und all das kommt vom Vater der Lüge (Joh 8,44) und dieser Widergeist nutzt das, um die Menschen zu verwirren und die eigentliche Wurzel verborgen zu halten, damit sie ohne es zu wissen, weiterhin Knechte der Sünde bleiben (Röm 6,17-20)