Viele in dieser Welt fragen sich: Wo ist Gott? Er soll irgendwo da droben sein, aber man kann ihn nicht sehen, man kann ihn nicht anfassen. Wie kann er also existieren? Warum soll gerade DAS eine Bedeutung für mein Leben haben? Was hat das mit meiner Welt zu tun, die mich umgibt?

Ja, Gott ist Geist und Gott ist unsichtbar, er wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann (Joh 4,24; Röm 1,20; 1 Tim 6,16).

Jedoch ist es wichtig, sich einmal klarzumachen, dass in dieser Welt, die uns umgibt, das materielle zwar sehr präsent ist, aber dass die eigentliche Welt ebenfalls unsichtbar ist. Denn diese materielle Welt, die uns umgibt, ist nur Kulisse und das eigentliche Schauspiel, das ist die geistige, unsichtbare Welt. Es gibt sogar viele Redewendungen in unserer Sprache, die dieser unsichtbaren Welt um uns herum Rechnung tragen, wie z.B. „Du gehst mir auf den Geist“ und „Bist du von allen Geistern verlassen“ oder „es liegt was in der Luft“. Was soll denn in der Luft liegen? Vielleicht die ach so bekannte „dicke Luft“? Warum können wir diese spüren und warum mögen wir sie nicht? Was ist sie denn überhaupt? Das Gegenbeispiel dazu ist das „Wohlfühlen“ in einer bestimmten Gesellschaft, in der wir uns natürlich sehr gerne aufhalten!

All das zeigt schon, dass unser ganzes Leben geprägt ist durch diese unsichtbaren, scheinbar so unreal wirkenden, Phänomene. Man spricht häufig von „mentaler Stärke“ z.B. im Sport oder auch von spirituellen, übernatürlichen Erfahrungen. Ist diese mentale Stärke selbst sichtbar? Nein, natürlich nicht, man sieht sie nur am Ergebnis bzw. an der Auswirkung. Oder nehmen wir zum Beispiel den eigenen Antrieb im Leben. Jeder Mensch sucht nach seinem Glück. Man kann Glück versuchen, zu messen, bzw. zu zeigen, dass der eine Mensch glücklicher als der andere ist. Doch das Glück selbst erlebt jeder individuell, und ist somit für die anderen unsichtbar. Jeder Mensch strebt danach, das vollkommene Glück zu finden, und weiß doch, dass er es noch nicht hat. Das erkennt man daran, dass der Mensch sich immer neue Ziele steckt, die ihn antreiben, nachdem er das vorherig gesteckte Ziel erreicht hat. Warum oder woher weiß er, dass es nicht vollkommen ist? Manche Menschen mögen zwar sagen: wenn ich so zurückblicke, hätte ich es mir nicht besser wünschen können. Dann scheint das Glück dieses Menschen vollkommen zu sein. Aber wenn dieser Mensch auf der Stelle sterben müsste, was wäre wohl seine Antwort? Die Antwort ist sicherlich Nein, jetzt noch nicht! Denn es ist ganz klar, dass dieses vermeintlich vollkommene Glück hier auf der Erde doch nicht ewig ist. Es geht nicht über den Tod hinaus! Dieses vermeintliche Glück ist irdisch und stirbt mit dem Menschen, der es in sich trägt. Er kann es auch nicht vererben, dieses Glück, das er hat. Es ist also nicht materiell, nicht greifbar, sondern unsichtbar! Also woran hält der Mensch fest und warum möchte der Mensch nicht sterben? Weil er Angst davor hat, dass dann alles vorbei ist mit ihm und seinem Glück. Denn die Seele des Menschen ahnt was ihn erwartet und der Geist in ihm weiß, um was es geht. Deshalb möchte er so lange wie möglich leben und er hofft wiederum darauf, dass er dadurch irgendwann so vollkommen satt ist, dass er dann zufrieden gehen kann.

All das basiert auf Annahmen und Glauben, welche von einem Wort bzw. einer Information kommen, die der Mensch durch Vertrauen in sich aufgenommen hat. Dieser Glaube prägt dann die geistige Welt dieses Menschen, sie macht sein Denken und Streben aus, da er darauf vertraut und hofft, dass das Ziel, das er verfolgt, ihn glücklich machen wird. Diese geistige Welt, die das Streben des Menschen ausmacht, ist genau diese unsichtbare Welt von der ich am Anfang gesprochen habe. Man kann sie zwar nicht sehen, aber man nimmt sie wahr durch ihre Auswirkung bzw. ihren Ausdruck. Wenn der Mensch nun anfängt sich dessen bewusst zu werden, dass hinter dieser sichtbaren Welt mehr steckt als nur das rein Materielle, dann beginnt er bereits die Antriebfedern dahinter zu erkennen und es wird für ihn real. Er beginnt daran zu glauben, denn diese Information hat Platz in ihm gefunden. Dadurch wird jetzt auch die Frage, was hat der unsichtbare Gott mit meinem Leben zu tun, plötzlich viel greifbarer und viel realer. Es gibt die Welt Gottes und der Mensch sollte ebenfalls nicht an ihrer Realität zweifeln, denn das Wort Gottes steht und klingt seit Anbeginn der Zeit in unserer Welt. Als ich das für mich selbst erkannt habe, hat Gottes Wort in meinem Herzen Platz gefunden. Ich habe angefangen, daran zu glauben!

„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. In diesem Glauben haben die Alten Gottes Zeugnis empfangen. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist“ (Hebr 11,1-3).

Die Bibel spricht von dieser Welt Gottes und sie spricht auch davon, wie sie sich auswirkt und ausdrückt:

„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit“ (Gal 5,22-23).

Wenn der Mensch das Wort Gottes angenommen und durch den Glauben in sein Gewissen aufgenommen hat, dann befindet sich diese Welt im Menschen und er in ihr.
„Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch“ (Lk 17,21).

Spiegelt das nicht das vollkommene Glück wider, das der Mensch immer gesucht hat?!!

„Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns“ (Apg 17,26-27). Und wenn der Mensch ihn nicht findet und Gott nicht in seinem Gewissen Platz nimmt, ist es wie mit einem Gefäß, dass nicht mit dem dafür bestimmten Gegenstand gefüllt wird. Es bleibt immer eine Leere zurück. Deshalb wird der Mensch ewig suchen, denn alle anderen Worte und Informationen, die er aufnimmt können das vollkommene Glück nicht ersetzen. Der Mensch hat dann einfach nicht das wahre Leben, sondern lebt von den Begierden, die ihn antreiben. Das wahre Leben jedoch, Gott selbst, ist vollkommene Liebe, Freude und Zufriedenheit.

Diese gesamte Vollkommenheit kann der Mensch also nur durch den Glauben an das wahre Wort Gottes finden, und dann wird sie für diesen Menschen Realität.

„Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht […] (Hebr 11,1). Diese Zuversicht, von der die Bibel spricht ist also gewiss, denn sie ist schon jetzt durch den Ausdruck in uns und das ist das größte Zeugnis und Beweis dafür, dass es wahr und real ist! Denn wenn man daran glaubt, sind wir schon eingesetzt in das Himmelreich (Eph. 2,6) und haben die allergrößte Verheißung (2 Petr 1,4), für die wir gerne jedermann Rechenschaft ablegen, der danach verlangt (1 Petr 3,15), dass wir teilhaftig werden der göttlichen Natur (2 Petr 1,4) und dadurch ewiges Leben haben, denn allein Gott besitzt die Unsterblichkeit (1 Tim 6,16).

Und das ist meine Hoffnung. Und dieses Wort ist gewiss wahr und aller Annahme wert (1 Tim 1,15)! Also warum wollt ihr an diesem vermeintlichen, weltlichen Glück, das nicht einmal ewig ist festhalten? An diesem Wort, das den Menschen durch das Ungewisse Angst macht?

Es gibt die andere Welt voll Frieden und Liebe: Es ist jedem gegeben, sie zu ergreifen!

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