Wie Spricht Gott

Wie spricht Gott? Mit Donner und Hagel vom Himmel oder in der Stille in meinem Herzen? Im tobenden Sturm oder in meinem Gewissen? Er spricht auf vielfältige Weise, da er selbst das Leben ist, ewig, zeitlos, grenzenlos. Es gibt nichts größeres, als seine Stimme im Gewissen zu verstehen und sich ihr im Gehorsam hinzugeben, sich durch ihn leiten zu lassen und eins mit ihm zu sein. Durch das Wort der Wahrheit, welches er uns in der Lehre Christi hinterlassen hat, können wir ihn verstehen und hören.

Man kann Gott keine Grenzen setzen. In seiner großen Liebe spricht er zu allen Menschen, obwohl doch alle Völker vor ihm weniger als ein Staubkorn sind… Heute habe ich es noch tiefer verstanden. Betrachtet man allein die Sonne, die mehrere tausend mal größer ist als die Erde und vor deren Glut nichts verborgen ist, die keinen Zentimeter von der ihr vorgegebenen Bahn abweicht, wie groß und mächtig muss dann Gott sein, der alles durchdringt und die Sonne erschaffen hat?

Die ganze Schöpfung, das Weltall, die Sterne und die Sonne predigen von Gott. Diese Stimme durchdringt das All, ihr Schall geht aus in alle Länder und Sprachen, sodass die Menschen keine Entschuldigung haben. Denn die Existenz Gottes ist aus den Werken der Natur erkennbar (vgl. Röm 1,19-20). Doch wer hört auf diese Stimme und nimmt sie wahr? Wer gibt ihm die Ehre?

Bevor er mich durch sein Wort berührt hat, habe ich diese Stimme nicht vernommen. Ich hatte keine Ohren, um diese Stimme zu vernehmen. Weniger als ein Staubkorn, ein Nichts, und doch hat er mich in Christus vor Anbeginn der Welt auserwählt, mich in ihm verherrlicht und mir in ihm ein neues Leben gegeben. Er hat mich zu einer neuen Kreatur gemacht, die nach dem Bilde Gottes geschaffen ist. Und das aus Gnade. Damit ich etwas werde, zu seinem Lob. Ein lebendiger Stein in seinem Hausbau, einer aus vielen… Durch seinen Geist, der in meinem Herzen wohnt, bestimmt zu guten Werken, die er selbst in mir schafft.

Ist das nicht ein Wunder, wenn ein totes Gewissen lebendig und rein wird? Frei von der Sünde? Und das Herz wird neu und kann lieben! Kann es noch größere Wunder geben? Er hat mein steinernes Herz genommen und mir ein fleischernes, weiches Herz gegeben! Wie dankbar bin ich ihm dafür! Für das Leben in ihm, für die Möglichkeit, ewig in ihm und mit ihm zu sein.

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt es dem andern, und eine Nacht tut´s kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte, unhörbar ist ihre Stimme. Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt. Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen ihre Bahn. Sie geht auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen“ (Ps 19,1-7).

„Ich freue mich in dem Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet…“ (Jes 61,10).

„So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Thron und die  Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte? Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der Herr…“ (Jes 66,1-2). „Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind…“ (Jes 57,15).

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