„Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus“ (1 Thess 5,23).

Der Mensch an sich ist dreieinig. Er besteht aus dem Körper, dem Geist und der Seele. Jedes dieser drei hat eine eigene Funktion und eine „eigene Stimme“. Der Körper hat seine eigene: „Ich habe Hunger, ich möchte schlafen, mich verlangt nach Komfort und Bequemlichkeit“ usw. Versuche einmal, zwei-drei Tage ohne Essen auszukommen. Der Körper wird förmlich „schreien“ und das Seine verlangen. Es ist notwendig, die Grundbedürfnisse des menschlichen Körpers zu stillen. So ist es von Gott erschaffen.

Der Teufel ist ein irdischer Geist, der alles verfälscht. „Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt“ (1 Joh 2,16). Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die ganze Welt in Wollust und Begierden versinkt, da alle Menschen Sklaven des eigenen Körpers sind. Die Bibel bezeichnet es als Leben nach dem Fleisch. Alles verwandelt sich in Begierden, d.h. über das normale Bedürfnis hinaus. Die Völlerei zum Beispiel. Dem Essen (bzw. dem eigenen Bauch) wird so viel Bedeutung zugemessen, dass es zum Sinn des Lebens wird. Das ist so ein einfaches und primitives Beispiel.

Oder denken wir einmal an den Ehrgeiz. Der Mensch versucht, Erfolg zu erzielen, indem er sich einer Sache vollständig hingibt, dem Sport zum Beispiel. Zwar opfert er seinen Körper durch ständiges Trainieren, durch Diäten usw., doch dahinter verbirgt sich nichts anderes als Fleischeslust: der Mensch sucht lediglich nach gesellschaftlicher Anerkennung. Und in der Gesellschaft präsentiert er sich nicht anders als durch seinen Körper. Denn die Persönlichkeit eines Menschen äußert sich zunächst durch seine physische Gestalt. Mehr und tiefgründiger als die eigene „irdische Hülle“ kann der Mensch nicht wahrnehmen. All seine Überlegungen, Bestrebungen, Ziele und sogar Träume sind in diesem irdischen Reich verschlossen. Keiner wird jemals die Grenzen dieses Reiches verlassen können, es sei denn er erkennt den Schöpfer.

Christus offenbart denen, die ihn lieben, eine andere Welt („mein Reich ist nicht von dieser Welt“), die weit über die Grenzen des irdischen, seelischen Lebens nach dem Fleisch hinausgeht. Du beginnst zu begreifen, dass das körperliche Dasein lediglich ein kurzer Hauch ist und im Vergleich zu der Ewigkeit noch nicht einmal einen Augenblick dauert. Dein Leben beginnt in einer anderen, geistigen Welt zu verlaufen. Das geschieht, wenn du den Glauben annimmst, den Jesus Christus aus einem anderen Reich in diese Welt gebracht hat. Es ergibt dann keinen Sinn mehr, den eigenen Körper anzubeten und ihm zu dienen, Ehre und Anerkennung zu suchen und den eigenen Begierden nachzugehen. Du verstehst, dass das irdische Leben verdammt und dem Untergang geweiht ist. Allem ist ein Ende gesetzt. In dir ist jedoch etwas anderes entstanden, etwas aus einer anderen Welt. Und dieses „Etwas“ drückt sich in dir durch Frieden, Ruhe und Freude im heiligen Geist aus. So bin ich anders geworden, nicht weil ich unnachgiebig den irdischen Begierden des Körpers widerstanden habe, sondern weil ich meinen Glauben geändert habe. Gerade dieser Glauben hat mich frei gemacht von der Knechtschaft der Sünde. Da ich nun Frieden, Ruhe und Freude im heiligen Geist habe, ist es ein Leichtes, richtig, ohne Begierden, mit meinem Körper umzugehen. Das ist nur in Christus möglich!

Dieser Blogbeitrag wurde aus dem Russischen übersetzt.

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