“Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn.” (1 Joh 5,10)

Wenn man sich heute insbesondere in sozialen Medien umschaut, blüht die Welt auf wie nie zuvor. Trends wie das Meistern eines Instrumentes, das Anstreben eines „gesunden Lebens“, indem man den Körperkult in Form von eisenharten Muskeln verherrlicht und seinen Körper zur Schau stellt, oder das Erwerben von Gütern und Reichtum nimmt mehr und mehr Platz in unserer Gesellschaft ein. Menschen sind am Herumreisen und sind auf der Suche nach etwas, was den Durst in ihrem Herzen stillt.

Dass diese Suche und all die Mühe keinen Ertrag mit sich bringen, weiß dabei niemand. Der schöne erworbene Körper vergeht, all die Ehre, die sich der Mensch erarbeitet hat vergeht spätestens mit dem Tod.

In der heiligen Schrift wird davon gesprochen, dass man diese Welt gebrauchen soll, als könnte sie morgen schon vorbei sein:

“Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine […] und die kaufen, als behielten sie es nicht; und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie nicht. Denn das Wesen dieser Welt vergeht.” (1 Kor 7,29-31)

Wer ein wenig mit der Geschichte der Bibel vertraut ist, dem kommt der Name Judas bekannt vor. Er war einer der Jünger Jesu Christi, welcher ihn im Nachhinein aufgrund des Kopfgeldes, welches auf Jesus ausgesetzt war, verriet:

Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes. Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist’s; den ergreift. Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn. (Mt 26,47)

Sobald Judas aber Jesus verraten hatte, wurde er von seiner eigenen Gier überführt, welche ihn  sogar in den Tod stürzte:

“Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück und sprach: Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten habe. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort und erhängte sich.” (Mt 27,3)

Judas war in dem Moment vom Teufel verführt worden, als er gerade noch glaubte, er tue das Richtige. Es gereute  ihn danach und das, was er dachte zu haben, verlor er noch im selben Moment… Zu vergleichen ist diese Handlung mit der heutigen Zeit, in welcher sich die Menschheit von Gott abwendet wie nie zuvor. Von der Bibel oder der Geschichte Jesu Christi hat so ziemlich jeder schon einmal gehört, jedoch wirkt diese Welt so viel interessanter, es gibt so viel zu entdecken…

Es kommt die Zeit, da muss jeder Mensch anfangen, sich mit sich selber auseinander zu setzen. Die Frage ist nur, ob dafür noch Zeit bleibt, denn genauso schnell wie die Lüge und damit der Tod Judas aufgrund seiner Dummheit eingeholt hat, genauso schnell kann der Tod jeden Menschen auf dieser Welt einholen.
Daher ist es wichtig den Glauben zu verstehen, zu begreifen was Gott von mir möchte, was meine Mission auf dieser Erde ist, beziehungsweise was überhaupt der Sinn meines Daseins ist!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Ruben Montexier

    Meine Schlüsselfrage ist:

    Warum hat Gott im Beispiel von Adam und Eva diese nicht “Sündenfrei“ geschaffen? Er hätte den Menschen ja “Perfekt“ erschaffen können. Warum also erst dieser ganze Leidensweg?

    1. Thomas

      Lieber Ruben,

      Warum Gott den Menschen nicht einfach perfekt geschaffen hat? Damit der Mensch eigenständig und mit freiem Willen nach Gott sucht! So ist es doch in diesem Leben, nur der der wirklich will, dem wird das Geheimnis des ewigen Lebens geöffnet. Der der ein wenig interessiert ist, der kann sich noch so sehr anstrengen, aber sein Leben wird Christus nicht werden, weil er mit diesem Leben zufrieden ist.

      Daher hat Gott zugelassen, dass der Mensch einen freien Willen hat. Deswegen hat Gott die zwei Bäume erschaffen – somit hatte der Mensch die Wahl zwischen dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen und dem Baum des Lebens.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Thomas

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