Wie wird man im Herzen, dessen Zentrum das Gewissen ist, frei von der Sünde?

Zuerst muss der Mensch verstehen, dass er ein Sünder ist. Er muss verstehen, dass in seinem Herzen das Gesetz der Sünde und des Todes lebt (Röm 8,7; Was ist wirklich Sünde?). Die Unreinheit des Gewissens kommt von einem falschen Wort, einem falschen Glauben, weil der Mensch einer Lüge glaubt. Nur mit der Neugeburt aus Christus wird sein Gewissen gereinigt von diesem falschen Glauben, von dieser Lüge (Joh 3,3-6; Mehr zur Geburt von Gott). Und der Verstand wiederum kann auch nur rein sein, wenn das Gewissen rein ist (Tit 1,15).

Nur wenn man Golgatha richtig versteht, kann es geschehen, dass der Mensch sein altes Wesen mit Christus am Kreuz beerdigt und eine neue Kreatur wird (2 Kor 5,17). Christus zieht im Zentrum des Gewissens ein und erleuchtet dieses von innen heraus (2 Petr 1,19). Diese Neugeburt von Gott ist die Errettung durch Glauben (Röm, 3,22-26; Röm 10,9 f.; 1 Petr 1,16), denn nur die Reinen werden Gott schauen (Mt 5,8). In diesem Augenblick kann der Mensch überhaupt erst sein Gewissen kennenlernen, und zwar genau den Teil, der von Christus erleuchtet wird. Jetzt beginnt die Heiligung von toten Werken, indem Christus immer mehr vom Gewissen erleuchtet (2 Petr 1,19).

„Wie viel mehr wird das Blut Christi,[…] unser Gewissen reinigen von den toten Werken,[…]“ (Hebr 9,14).

Durch den Wachstum Christi in unserem Gewissen erlangen wir die Vollkommenheit, denn alleinig der Geist Christi bleibt in uns, sowie geschrieben steht: selig sind die geistig armen (Mt 5,3).