Der Leib Jesu Christi auf dieser Erde ist seine Gemeinde. Er selbst ist das Haupt, die Gemeindemitglieder sind die Glieder des Leibes (1 Kor 12,27). Denn Gottes Plan ist es, für Christus eine Braut zu erschaffen. Eine Stadt aus Menschen, in denen er wohnt und die ewig mit ihm und in ihm sein werden (Off 21,9).
„Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt“ (Eph 1,23).

„Erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist“ (Eph 2,20-22).

Mitglieder der Gemeinde Christi sind diejenigen, die von Gott geboren sind, in denen sich Christus offenbart hat und in denen er wirkt. Es ist ein Bau aus lebendigen Steinen, in dem der wahre Gottesdienst vollzogen wird (Joh 4,23). In der Gemeinde Christi wird das Leben nach dem Geist, das Leben in Gott gelebt. Christus ist der Hohepriester, der in diesem Tempel Gottes führt und lenkt. Alles was hier gelebt und getan wird, dient ausschließlich dazu, dass sich der Leib in Einheit und Gesamtheit erbaut und weiter wächst. Und dies, bis alle Glieder zum vollendeten Mann in Christus hin wachsen. Dann kommt Christus, um seine Braut zu holen. „Damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi“ (Eph 4,12 f.).

Das ganze Evangelium spricht davon, wie das Leben im Leib Christi ist und dass dieser Leib keine Teilungen in sich hat (1 Kor 1,13). Wie es auch nur einen Christus gibt, der seinen Leib bekam, um es für die Sünden der Menschheit opfern zu können (Hebr 10,4-10). Ebenso gibt es nur DIE EINE Gemeinde Christi. „Ein“ Leib und „ein“ Geist, wie ihr auch berufen seid zu „einer“ Hoffnung eurer Berufung; „ein“ Herr, „ein“ Glaube, „eine“ Taufe (Eph 4,4 f.).
In der heutigen Realität gibt es aber hunderte verschiedene Gemeinden, die alle ihre eigenen Auslegungen haben. Und jede davon behauptet, die wahre Gemeinde zu sein und zum Leib Christi zu gehören. Doch Christi Leib ist eine Einheit und nicht zerteilt. „Denn wie der Leib „einer“ ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch „ein“ Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch „einen“ Geist alle zu „einem“ Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit „einem“ Geist getränkt“ (1 Kor 12,12 f.).

Der menschliche Körper als Beispiel

Da uns das Irdische gegeben ist, um das Geistliche zu verstehen, können wir am Beispiel des menschlichen Körpers sehen, wie er in vollkommener Harmonie und Einheit funktioniert. Denn der gesunde Körper eines Menschen ist ein ausgewogenes Ganzes. Jede einzelne Zelle, alle Organe und Glieder werden durch das Blut versorgt und erfüllen ihre Aufgaben. Sie sind für sich alleine nicht lebensfähig. Nur durch das Zusammenspiel der einzelnen Teile funktioniert und wächst der Körper. Es ist in sich perfekt und vollendet. So bildet auch der Leib Christi in sich eine vollkommene Einheit. Die Glieder des Leibes sind einmütig, ausgewogen und im Einklang miteinander. Das Blut Christi versorgt den Leib und hält es am Leben. Das Band, das alles miteinander hält und versorgt, ist Christus selbst, seine Lehre, die sich in Liebe und Wahrheit äußert.
„Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe“ (Eph 4,15 f.). „[…] das Haupt, von dem her der ganze Leib durch Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wirken“ (Kol 2,19).

Und wie die Glieder des menschlichen Körpers für sich alleine nicht lebensfähig sind, so können auch die einzelnen Mitglieder der Gemeinde ohne den Körper nicht überleben. Denn außerhalb von Christi Leib ist keine Rettung. Paulus warnte: „Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in „einem“ Sinn und in „einer“ Meinung“ (1 Kor 10). „Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit „einem“ Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus“ (Röm 15,5 f.). „Und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ (Eph 4,3). „Damit im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen“ (1 Kor 12,25).

Christus selbst sagte: „Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war“ (Joh 17,18-24).

Die wahre Gemeinde erkennen

Um die wahre Gemeinde, den Leib Christi, unter all den vielen Gemeinden der heutigen Zeit zu erkennen, hilft nur eins: Dem Wort Gottes glauben und sich von ihm führen lassen.
Die Bibel sagt:
>> Im Hause Gottes gibt es keinen Betrug – die Gemeinde Christi ist das Haus des lebendigen Gottes. Sie ist der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit (1 Tim 3,15).
>> Im Hause Gottes wird das Wort Gottes nicht verändert. Hier gelten keine menschlichen Weisungen, Traditionen und Regeln.
>> Das Haus Gottes wird durch Gott selbst erbaut: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen (Mt 16,18). „Die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist (Hebr 11,10).
>> Das Haus Gottes, die Gemeinde, befindet sich außerhalb der weltlichen Sphäre. Sie ist bereits im göttlichen Reich. „[…] und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus“ (Eph 2,6).
>> Die Mitglieder dieser Gemeinde sind teilhaftig an der göttlichen Natur und sind aus dieser Welt herausgegangen (2 Petr 4). Nur derjenige, der durch den Glauben seinen Tod für diese Welt mit Christus auf Golgatha annimmt und mit Christus im Himmelreich als neue Kreatur aufersteht, kann Mitglied dieser Gemeinde sein. Nur wer vom Tod ins Leben übergeht, ist ein Glied im Leib Christi (Joh 5,24).
>> Im Hause Gottes gibt es keine Spaltungen. Alle Glieder dieses Leibes werden vom gleichen Blut, von der einen wahren Lehre Christi genährt (1 Kor 12,13).

Durch den Geist Christi, das Wort Gottes, sind wir in einen Leib getauft. Christus ist das Wort der Wahrheit, das zum Fleisch wurde. Wenn ein Mensch dieses Wort, diese Lehre übertritt, kennt er Gott nicht. Christus muss sich unbedingt in einem Menschen offenbaren und zu seinem Gewissen werden.
„Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht“ (1 Joh 5,12). Wenn dies nicht geschieht, dann geht der Mensch am Ziel vorbei.

Der kostbare Glaube, dass Jesus Christus unser Gewissen, unser Verstand und unser Leben ist, macht uns dem Leib Christi zugehörig. Denn durch den Glauben haben wir den Tod unseres alten Adam mit Christus auf dem Kreuz angenommen. Mit ihm sind wir durch die Taufe begraben, mit ihm sind wir mit dem Geist auferstanden und durch seinen Geist leben wir.
„Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit“ (Kol 3,1-4).

Der Glaube daran macht uns seiner Natur teilhaftig und macht uns zu Gliedern seines Leibes.
„Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten“ (Hebr 3,6).