Jesus sagte: „Habt Glauben an Gott“ (Mk 11,22). Der wahre Glaube an Gott beruht ausschließlich auf dem reinen Wort Gottes, auf der Bibel. Zu allem, was in ihr geschrieben steht, sagt dieser Glaube felsenfest „Amen“. Es steht geschrieben, „dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen“ (Röm 6,6), so nimmt der Glaube es auch so auf und sagt „Amen! Ich bin gekreuzigt mit Christus, bin mit ihm gestorben und auferstanden. Ich sündige nicht mehr. Dafür danke ich dir, Herr!“ Doch anfangs können Gefühle aufkommen, die noch nicht im richtigen Glauben geübt sind und die Wahrheit von der Lüge noch nicht unterscheiden können. Dieser Gefühle bedient sich der Teufel und zeigt unbedingt auf die noch irdischen Handlungen: „Wie bist du denn gekreuzigt? Du bist doch lebendig, du sündigst doch, schau mal was du noch tust.“

Jesus sagte: „Habt Glauben an Gott“ – „Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. Durch den Glauben hat Abel…. Durch den Glauben wurde Henoch entrückt… Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt… Durch den Glauben ward gehorsam Abraham… Aber ohne Glauben kann man Gott NICHT GEFALLEN“ (Hebr 11,2-10)! „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebr 11,1). –  „wir aber warten im Geist durch den Glauben der Gerechtigkeit, auf die man hoffen muss“ (Galater 5,5). Genau das ist der Glaube: Sich darin sicher sein, dass das, was ich erwarte, wahr ist und geschieht, auch wenn ich es noch nicht sehen kann und es noch nicht ist.

Das, was Gott gesagt hat, wird unbedingt geschehen, denn es ist unmöglich, dass Gott lügt (Hebr 6,17 f.). Gott ist seinem Wort treu und was er versprochen hat, das erfüllt er.

Und da wir von so vielen Zeugen des Glaubens umgeben sind, lasst uns alle Last und die quälende Sünde – den UNGLAUBEN – ablegen. Lasst uns mit Geduld den vor uns liegenden Weg gehen und unsere Herzen nicht beschweren lassen, denn „Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten“(4 Mose 23,19)?

Es steht geschrieben: „Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden“ (2 Kor 5,17). Der wahre Glaube sagt: „Amen, ich bin eine neue Kreatur in Christus, der alte Adam existiert nicht mehr, er ist gestorben und begraben mit Christus!“

„…das Himmelreich leidet Gewalt und die Gewalt tun, die reißen es an sich“ (Mt 11,12), „steht im Glauben“ (1 Kor 16,13), „kämpfe den guten Kampf des Glaubens“ (1 Tim 6,12), „bleibt unbeweglich im Glauben“ (1 Kol 1,12), „ich habe Glauben gehalten (2 Tim 4,7). Diese und viele andere Stellen in der heiligen Schrift zeigen deutlich, dass der Mensch darum ringen muss, den wahren Glauben Gottes in sich fest zu machen und das Himmelreich zu ergreifen.

Es geht nicht um den Kampf mit den Sünden, wie die Religion irrtümlicherweise lehrt, sondern um den Kampf des Glaubens an das reine Wort Gottes. Um den Glauben daran, dass alle Verheißungen Gottes wahr sind und erfüllt werden. Dafür muss der Mensch alles, was nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmt, verwerfen. Wenn seine Vorstellungen, seine Gefühle nicht mit der Bibel übereinstimmen, sind sie nicht von Gott. Der Mensch muss sie abwehren, er darf ihnen nicht glauben und darf ihnen nicht folgen. Eines soll immer wieder vor Augen geführt sein: Es ist Gnadenzeit! Es gibt kein Gesetz, das einen verurteilt! Nur der Glaube zählt, den der Mensch immer wieder bezeugen soll, bis es fest in ihm ist:
„Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt“ (Röm 8,33 f.). „Deshalb muss die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, damit sie aus Gnaden sei…“ (Röm 4,16).

Denn in Jesus Christus gilt nicht das Gesetz des Buchstabens, sondern allein der Glaube, der durch die Liebe wirkt (Gal 5,6; 6,15 f.).