Warum Hat Gott Den Menschen Geschaffen

Laut der Wissenschaft haben wir unser Dasein dem Urknall und vieler glücklicher Zufälle – die mehr Glück und Zufall als wahrscheinlich sind – zu verdanken. Alles begann, wie man vermutet, mit einem „Knall“ und wie durch ein Wunder passierte es: Eine in sich perfekte Welt mit einer bis heute teilweise unerforschten Natur, den Tieren und einem frei denkenden Wesen, dem Menschen, war erschaffen. Dazwischen muss man sich lediglich ein paar Millionen Jahre vorstellen, und schon macht das ganze einen Sinn, oder?

Viele von uns wachsen mit genau dieser Information auf und hinterfragen diesen „glücklichen Zufall“ überhaupt nicht. Uns ist nicht bewusst, dass auch das eine Frage des Glaubens ist, denn auch der beste Wissenschaftler kann nicht ein paar Millionen Jahre zurückblicken. Warum schenken wir denn unseren Glauben nicht dem, was den Menschen bereits seit Langem offenbart wurde und so deutlich alles beschreibt, dass auch wirklich alles einen Sinn ergibt.

Gott schuf den Menschen

„Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele“ (1 Mose 2,7) – so einfach ist die Erschaffung des Menschen in der Bibel beschrieben. Welche Weisheit und welchen Verstand muss Gott besitzen, um solch ein kompliziertes Geschöpf wie den Menschen zu erschaffen? Unser Vorstellungsvermögen reicht nicht einmal im Geringsten dafür aus, sich diesen Schöpfungsprozess vorzustellen: Gott nahm einen Erdenkloß, Ton oder Lehm (Jes 64,7; Hi 10,9) und „knetete“ einen Menschen daraus.

Wie hat er Augen, Ohren, Nase oder Mund gemacht? Wie unvorstellbar „intelligent“ sind diese Organe, und um wie viel komplizierter ist unser Gehirn? Gottes Verstand ist unvorstellbar groß und für uns Menschen überhaupt nicht nachvollziehbar. Ein menschliches Gehirn besteht aus Milliarden von Hirnzellen. Welche komplexen Funktionen laufen dort ab? Für den menschlichen Verstand ist und bleibt dies unbegreiflich. Was für ein großes Geheimnis stellen die Gefäße dar, worin sich die Seele verbirgt? Oder der Magen als Verdauungsorgan, das Herz, die Augen und Ohren usw. – das alles hat Gott aus Staub erschaffen.

Noch geheimnisvoller: Gott hauchte dem Menschen den Atem des Lebens ein und alle Organe fingen plötzlich an zu arbeiten. Haben wir Menschen überhaupt einen Anteil an unserer Schöpfung? Haben wir irgendetwas dazu beigetragen, dass wir leben, atmen, denken, fühlen können? – Nein, gar nichts. Die Erschaffung des Menschen ist allein Gott zu verdanken.

Der Geist des Menschen

Dass unser Körper ein perfekt funktionierender Mechanismus ist, zeugt von einem göttlichen Verstand, der höher ist als alles, was wir uns vorstellen können. Aber nicht nur die Erschaffung eines sichtbaren, physischen Leibes, sondern das Leben im Menschen, der inwendige, geistliche Mensch, zeugt von dieser Kraft und Weisheit. Gott schuf den Menschen als eine freie Seele, die nachdenken, verstehen, lernen, unterscheiden und entscheiden kann. Wozu das alles?

Damit sie Gott suchen sollen…

„Und er hat von einem Blut alle Geschlechter der Menschen gemacht, […] damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten […]“ (Apg 17,26 f.).

Gott erschuf den Menschen als einen lebendigen Stein für die Erbauung seines geistlichen Hauses, des heiligen Jerusalems.

Die Bibel beginnt mit der Schöpfung des Menschen: „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht“ (1 Mose 1,26). Und die Bibel endet mit der Beschreibung der heiligen Stadt Jerusalem, die von Gott als eine geschmückte Braut für den Bräutigam zubereitet aus dem Himmel herabfährt (Offb 21,1-5).

Gott erbaut sich aus den Menschen sein Haus. Durch Jesus Christus werden die Gläubigen zu lebendigen Steinen in der heiligen Stadt Jerusalem. „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist“ (Eph 2,19-22). In dieser Stadt möchte Gott zusammen mit dem Menschen in voller Harmonie und Liebe ewig leben (2 Kor 6,16-18; 1 Kor 3,16 f.). „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ (1 Kor 2,9)!