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Der kostbare Glaube nach der Wahrheit Gottes: Kapitel 1.

Kapitel 1

Über Gott

Gibt es Gott?

Seit Anbeginn der Welt hat sich Gott den Menschen als einzig wahrer Gott offenbart. Von sich selbst bezeugt er: „[…] ich bin Gott, und sonst keiner mehr, ein Gott, dem nichts gleicht“ (Jes 46:9). „[…] Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott“ (Jes 44:6). Was gibt ihm das Recht, sich selbst so zu nennen und zu sagen, dass es außer ihm keinen anderen Gott gibt?

„Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Joh 1,3). „Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist“ (Hebr 11:3). „Du, HERR, hast am Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, du aber bleibst. Und sie werden alle veralten wie ein Kleid; und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie werden verwandelt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören“ (Hebr 1:10 ff.). Wer diese Bibelstellen liest, wird mit der Frage konfrontiert, ob es Gott tatsächlich gibt. Den Gott, welcher der Schöpfer des Sichtbaren und Unsichtbaren ist. Wenn Gott real ist, wie töricht wäre es, nicht an ihn zu glauben? Das eine Wort sagt, dass es Gott gibt, das andere sagt das Gegenteil. Und zwischen diesen beiden mächtigen Strömen verzweifelt der Mensch. Welchem Wort soll er glauben? Diese Unklarheit währt seit Bestehen der Menschheit. Daher auch die unermüdliche Suche dieser Welt mit all ihren Wissenschaftlern nach dem Beweis für Gottes Nichtexistenz. Bis heute kann die Existenz Gottes weder wissenschaftlich bewiesen noch eindeutig verneint werden. Lässt sich so etwas überhaupt beweisen? „Kannst du das Geheimnis Gottes ergründen oder zur Vollkommenheit des Allmächtigen gelangen?“ (Hi 11:7). Wenn das möglich wäre, dann wäre sein Wort unwahr. Denn Gott zu finden würde bedeuten, zu wissen wo er wohnt und wie er aussieht. Das Wort sagt jedoch: „Niemand hat Gott je gesehen; […]“ (Joh 1:18). „[…]; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht“ (2 Mose 33:20; 1 Joh 4:12; 1 Tim 6:16).

Niemand hat Gott je gesehen. Er wohnt in einem unzugänglichen Licht. Durch die Schöpfung werden jedoch seine Kraft und Gottheit sichtbar, sodass Gott wahrlich für alle erkennbar ist. Gott zeigt sich den Menschen zum Beispiel darin, dass die Sonne jeden Tag aufs Neue aufgeht, dass alle genug Luft zum Atmen haben und dass es Wasser gibt! Woher kommen diese unendlichen Massen an reinem Trinkwasser? Meere und Ozeane bestehen ja aus Salzwasser. Wie kann es sein, dass die Menschen seit Jahrhunderten immense Mengen an Wasser verbrauchen und sich dieses nicht dem Ende neigt? Im Buch des Predigers erklärt Salomo: „Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, dahin sie fließen, fließen sie immer wieder“ (Pred 1:7). Wer kann es im Lichte der Wahrheit erläutern?

Betrachtet man einen beliebigen Samen: In jedem Einzelnen ist Leben verborgen. Auch wenn die Wissenschaft den Aufbau genau erforscht hat und auch in der Lage ist, Ähnliches zu erschaffen, so bleibt das Leben ein Geheimnis der Schöpfung. Das Leben ist zwar unsichtbar und niemand kann es ausfindig machen, dennoch kommt es permanent und facettenreich zum Vorschein. Wie kann man zum Beispiel erklären, dass die Erde gleichzeitig rote, gelbe oder weiße Blumen, die alle nebeneinander wachsen, hervorbringt? In einem winzigen Samen verbirgt sich eine ganze „Fabrik“, die dem jeweiligen Gemüse oder Obst sein Aussehen und seinen Geschmack verleiht. Dabei werden die Nährstoffe der Erde seit Jahrtausenden nicht aufgebraucht und die Erde dünnt sich dabei nicht aus. Ein Geheimnis der Schöpfung Gottes, ein unfassbares Wunder, das für den Menschen weder begreiflich noch erklärbar ist.

Nehmen wir zum Beispiel eine Kuh. Sie frisst pro Tag ca. 30 bis 50 Kilogramm Gras. Danach legt sie sich hin und kaut das Gefressene wieder, und zwar solange bis schließlich Milch daraus entsteht. Die Milch und alles was aus ihr gemacht wird ist etwas Wunderbares! Kein Wissenschaftler schafft es trotz all dem Fortschritt und Wissen etwas Vergleichbares herzustellen!

Eines der größten Wunder der Schöpfung Gottes ist die Sonne. Jahrtausende lang strahlt sie mit schier unerschöpflicher Energie. „[…]; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Mt 5:45). Aus welcher Energie muss demnach Gott selbst bestehen, wenn er die Sonne und Milliarden von Sternen erschaffen hat?

Ein weiteres, unbeschreibliches Wunder ist der Mensch – wie wundersam funktionieren seine aufeinander abgestimmten Organe! David sagt dazu: „Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde. Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß! Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand […]. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen“ (Ps 139:13-18,2-6). Und Hiobs Worte: „Hast du mich nicht wie Milch hingegossen und wie Käse gerinnen lassen? Du hast mir Haut und Fleisch angezogen; mit Knochen und Sehnen hast du mich zusammengefügt; Leben und Wohltat hast du an mir getan, und deine Obhut hat meinen Odem bewahrt. […] Deine Hände haben mich gebildet und bereitet […]“ (Hi 10:10 ff.,8).

Was für eine unbegreifliche Weisheit, die so ein Wunder – den Menschen – erschaffen hat! Jedes Organ im Menschen ruft doch förmlich die Ehre des Meisters aus. Zum Beispiel die Augen: Ist es nicht einmalig, wie sie unentwegt sehen? Und der menschliche Verstand: Er besteht aus Milliarden von Zellen, sollten die Wissenschaftler sie richtig gezählt haben. Diese Zellen harmonieren perfekt und sind alle miteinander verbunden. „Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? […] seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt. […] Mit wem wollt ihr mich also vergleichen, dem ich gleich sei? spricht der Heilige. […] So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte? Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR“ (Jes 40:26,25; Jes 66:1 f.).

Welche Weisheit, Macht und Kraft hat das nun alles erschaffen? Und das alles lebt und gedeiht direkt vor unseren Augen. „Frage doch das Vieh, das wird dich‘s lehren, und die Vögel unter dem Himmel, die werden dir‘s sagen, oder die Sträucher der Erde, die werden dich‘s lehren, und die Fische im Meer werden dir‘s erzählen. Wer erkennte nicht an dem allen, dass des HERRN Hand das gemacht hat, dass in seiner Hand ist die Seele von allem, was lebt, und der Lebensodem aller Menschen? […] Bei Gott ist Weisheit und Gewalt, sein ist Rat und Verstand. […] Bei ihm ist Kraft und Einsicht […]“ (Hi 12:7-25). Es ist allen Menschen gleichermaßen gegeben, allein durch das Betrachten der Natur zu erkennen, dass es Gott gibt. Vor allem aber durch die Bibel, die sein reines Wort ist. Glaubt man daran, dass es Gott gibt, dann sollte man danach streben, ihn zu verstehen. Man muss ihn kennenlernen und herausfinden, wie man ihn aufnehmen kann, um das ewige Leben zu erhalten. Dazu ist diese Verheißung gegeben: „[…]; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt“ (Hebr 11:6).

Die Herrlichkeit Gottes

„Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen [jeden Stern und alle Himmelskörper]; seine Macht und starke Kraft sind so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt. […] Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich“ – „O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!“ – „Wer bestimmt den Geist des HERRN, und welcher Ratgeber unterweist ihn? Wen fragt er um Rat, der ihm Einsicht gebe und lehre ihn den Weg des Rechts und lehre ihn Erkenntnis und weise ihm den Weg des Verstandes? Siehe, die Völker sind geachtet wie ein […] Stäublein. […] Alle Völker sind vor ihm wie nichts und gelten ihm als nichtig und eitel“ – „Ich bin Gott, und sonst keiner mehr, ein Gott, dem nichts gleicht. Ich habe von Anfang an verkündigt, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich!“ (Jes 40:26 ff.; Röm 11:33; Jes 40:13 ff.,17; Jes 46:9 f.).

Gottes Macht und Größe ist mit dem menschlichen Verstand weder zu begreifen noch zu beschreiben. Was könnte beispielsweise Gottes Größe sein? Welche Breite, welche Höhe mag er wohl haben? Stellen wir uns einmal vor: es gab die Riesen auf der Welt, die Helden der Vorzeit (1 Mose 6:4). Und wenn für uns bereits ein Mensch, der drei bis vier Meter groß ist, gigantisch erscheint, wie verhält es sich dann wohl mit der Größe Gottes? Es steht geschrieben: „So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte? Meine Hand hat alles gemacht“ (Jes 66:1 f.).

„Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße“ spricht der Herr. Was für ein Himmel ist das? Denn es gab einen Menschen, der wurde bis in den dritten Himmel entrückt, in das Paradies, und dennoch sah er den Thron Gottes dort nicht (2 Kor 12:1-4). Das Wort offenbart, dass es viele Himmel gibt: „der Himmel und aller Himmel Himmel“ (5 Mose 10:14; 1 Kön 8:27; 2 Chr 6:18). Gott sagt: „Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR“ (Jer 23:24). Wie ist die Größe Gottes, wenn er den Himmel und die Erde erfüllt? Dabei erfüllt er den Himmel und aller Himmel Himmel! Über Jesus Christus ist auch geschrieben: „Er ist aufgefahren zur Höhe und hat Gefangene mit sich geführt und hat den Menschen Gaben gegeben. Dass er aber aufgefahren ist, was heißt das anderes, als dass er auch hinabgefahren ist in die Tiefen der Erde? Der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle“ (Eph 4:8 ff.). Über alle Himmel: „Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben“ (Hebr 9:12). Daraus wird klar, dass sich das Heiligtum über allen Himmeln befindet. Christus ist an diesen Ort aufgefahren und setzte sich zur Rechten Gottes, an seinen Thron: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache“ (Apg 2:32-35; Hebr 1:13). So hat Gott bereits durch den Propheten Jesaja verkündet: „Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum […]“ (Jes 57:15). „[...] der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen“ (1 Tim 6:16).

Das unzugängliche Licht, zu dem niemand kommen kann, ist gerade das Heiligtum, in dem Gott wohnt und welches sich über allen Himmeln befindet. Hier befindet sich auch der Thron Gottes, neben dem Jesus Christus, der Sohn Gottes, zu seiner Rechten sitzt. Wenn man dies alles liest, wird einem sehr schnell bewusst, dass es für den Menschen einfach unmöglich ist, sich die Größe Gottes auch nur annähernd vorzustellen. Sie ist unbegreiflich! Er sagt: „Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen?“ (Jes 40:26). Wie groß ist die Sonne? Sie ist Millionen von Kilometern von der Erde entfernt und doch erleuchtet und wärmt sie die gesamte Erde! Die Sonne gibt innerhalb einer einzigen Sekunde so viel Energie frei, wie sie die gesamte Menschheit innerhalb eines ganzen Jahres nicht zu produzieren vermag. Welch eine Größe hat das Universum, das von Gott erschaffen ist? Kein Mensch wird es je erfassen können. Und doch ist Gott selbst unermesslich viel größer.

Wo lebt also Gott? Über allen Himmeln, im Heiligtum, in einem unzugänglichen Licht! Es gibt aber einen weiteren Ort, in dem Gott lebt: „Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen“ – „Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort“ – „[…]. Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich“ – „Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“ (Jes 57:15; Jes 66:2; Ps 51:19; Mt 5:3-8).

Das Wesen Gottes

Die Bibel offenbart uns Gottes Wesen: „Gott ist Geist“ (Joh 4:24). Gott hat sich außerdem durch viele Namen offenbart: „Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott“ (5 Mose 4:24; Jos 24:19; Hebr 12:29). „Gott ist Licht“ (1 Joh 1:5). „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4:8,16). „Gott des Friedens – der Gott der Liebe und des Friedens“ (1 Kor 14:33; 2 Kor 13:11; 1 Thess 5:23). Gott nennt sich selbst: „Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen“ (Jes 42:8). Durch den Propheten Jesaja sagt er weiterhin: „Es ist sonst kein Gott außer mir, ein gerechter Gott und Heiland, und es ist keiner außer mir“ (Jes 45:21). Er nennt sich gleichzeitig Herr und Gott. Deshalb ist sein Name: „Ich – Gott der HERR!“ – „So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der HERR, dein Gott, […]“ (Jes 48:17). Doch es ist noch nicht der vollständige Name Gottes. Denn als Gott Mose beauftragte, das Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens herauszuführen, sagte Mose: „Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht“ (2 Mose 3:13 ff.).

Es gibt noch weitere Namen Gottes, welche gleichzeitig sein Wesen beschreiben: Gott ist die Wahrheit. „Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit“ (Ps 119:142; Sach 8:8; Ps 145:7; Spr 12:28). „Gott des Friedens“ – „Gott der Geduld“ – „Gott der Hoffnung“ (Phil 4:9; Röm 15:5,13,33; 1 Tim 6:11). Das sind alles Namen Gottes und gleichzeitig sind sie der Ausdruck seines Wesens und der Wirkung des Heiligen Geistes. Denn Gott ist Geist und seine Wirkung ist geistlich, himmlisch und heilig!

Gott ist das Wort, welches am Anfang bei Gott und Gott selbst war. Dieses Wort ist zur gegebenen Zeit, nach dem Willen des Vaters, Fleisch geworden und als Jesus Christus erschienen. Er war von Anfang an, ehe die Erde war, als Werkmeister und Geist der Weisheit bei Gott. Durch ihn hat Gott alles erschaffen (Spr 8:22-31; Hebr 1:2). Durch ihn hat Gott, der Vater, seine Gnade erwiesen und die Wahrheit, die Lehre Jesu Christi, in dieser Welt offenbart (Joh 1:1-18). Der Sohn Gottes hat den Menschen Gott, den Vater, den niemand je gesehen hat, offenbart (1 Joh 5:20; Joh 10:30; Joh 14:8 f.). Folglich muss ein Mensch, um Gott zu verstehen, den Herrn Jesus Christus verstehen: Wer war er? Wie war er? Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig (Kol 2,9). All das – was und wie er war, wie sich seine Vollkommenheit äußerte – war und ist Gott:

Jesus Christus – der HERR:

1 Kor 8:6; Apg 2:36

Der Heilige Geist. Die Freiheit:

2 Kоr 3:17

Die Liebe:

1 Joh 4:15 f.

Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung, Erlösung:

1 Kоr 1:30; 1 Petr 1:18 f.; Eph 1:7

Unser Frieden:

Eph 2:14

Er ist vor allem:

Kol 1:17

Der Schöpfer:

Kоl 1:16; Hebr 1:2; Joh 1:3

Alles ist durch ihn und zu ihm geschaffen;

es besteht alles in ihm:

Kol 1:15–17

Der Wunder-Rat, Gott-Held,

Ewig-Vater, Friede-Fürst:

Jes 9:6

Der Erretter der Welt:

Apg 4:12; 1 Joh 4:14

Die Tür:

Joh 10:7

Der Weg, die Wahrheit und das Leben:

Joh 14:6; Spr 8:35; Joh 5:26;

1 Joh 1:2

Das Brot des Lebens – die wahre Speise

und der wahre Trank:

Joh 6:27; Joh 6:51-55

Das Licht der Welt, das Licht des Lebens:

Joh 8:12; Joh 12:46

Der Eckstein:

1 Petr 2:6; Eph 2:20 ff.

Das verzehrende Feuer:

Hebr 12:29

Das Lamm Gottes:

Joh 1:29

Der Hohepriester:

Hebr 5:1-6

Der gute Hirte:

Joh 10:11; Joh 10:14

Das Haupt der Gemeinde:

Kol 1:18

Der wahre Weinstock:

Joh 15:1

Die Beschneidung:

Kоl 2:11; Röm 2:28 f.

Der Mittler des neuen Bundes:

Hebr 9:13 ff.

Der Bürge des neuen Bundes:

Hebr 7:22

Die Auferstehung:

Joh 11:25

Der Erstgeborene von den Toten:

Kol 1:18; Offb 1:5

Der Erbe über alles:

Hebr 1:2

Der Richter der Welt:

Apg 10:42; Apg 17:31

Der zweite Mensch:

1 Kor 15:47

Der Erste und der Letzte:

Offb 1:17

Der treue Zeuge:

Offb 1:5; Offb 3:14

Die Wurzel und das Geschlecht Davids:

Offb 22:16

Der helle Morgenstern:

Offb 22:16

Die Leuchte der neuen

Stadt Jerusalem:

Offb 21:23

Gestern und heute und

derselbe auch in Ewigkeit:

Hebr 13:8

Jesus Christus, der von Anbeginn das Wort bei Gott und Gott selbst war, ist auch heute das lebendige Wort. Vor ihm, vor seiner Lehre, wird sich nichts und niemand verbergen können, denn er hat alles mit sich erfüllt (Eph 4:10). „Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen“ (Hebr 4:12 f.). „Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!“ und als Sünder in der Unwahrheit zu bleiben (Hebr 10:31).

Gott ist Wahrheit

„Wen fragt er um Rat, der ihm Einsicht gebe und lehre ihn den Weg des Rechts und lehre ihn Erkenntnis und weise ihm den Weg des Verstandes?“ – „Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre! Er ist ein Fels. Seine Werke sind vollkommen; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er“ (Jes 40:14; 5 Mose 32:3 f.).

Von Anbeginn der Schöpfung offenbarte sich Gott als Geist der Wahrheit (Ps 112:3,9). Das Neue Testament spricht vom Sohn Gottes so: „Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit (handeln gemäß der Wahrheit) ist das Zepter deines Reiches. Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen“ (Hebr 1:8 f.). Die Bibel offenbart: Gott ist die Wahrheit, er liebt die Wahrheit. Diese Wahrheit Gottes ist ewig und unvergänglich. Sie ist das Leben und in ihr gibt es keinen Tod.

Gottes Wesen ist beständig (Hebr 13:8). Er allein hat die Unsterblichkeit und wohnt in einem unzugänglichen Licht (1 Tim 6:16). Durch das Wort der Wahrheit, welches Christus ist (Joh 1:14-18), hat Gott den Menschen in dieser Welt seine Unsterblichkeit gezeigt. Daraus wird deutlich, dass nur das Wort der Wahrheit – das Evangelium Gottes – die Unsterblichkeit, das ewige Leben in sich trägt. Die Verfälschung des Wortes bringt den Tod mit sich: „Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Pfad ist kein Tod“ (Spr 12:28).

Über die Wahrheit und deren Unvergänglichkeit, welche Gott selbst ist, sprechen folgende Bibelverse:

  • „Aber der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König. […]“ (Jer 10:10).
  • „Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, […]“ (Ps 119:142). „[…]. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen“ – „Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Ordnungen sind beständig. Sie stehen fest für immer und ewig […]“ (Jes 51:6; Ps 111:7 f.).
  • „Denn du bist nicht ein Gott, dem gottloses Wesen gefällt; wer böse ist, bleibt nicht vor dir“ (Ps 5:5)
  • „Die Furcht des HERRN hasst das Arge; Hoffart und Hochmut, bösem Wandel und falschen Lippen bin ich feind. Mein ist beides, Rat und Tat, ich habe Verstand und Macht“ (Spr 8:13 f.). „Ich wandle auf dem Wege der Gerechtigkeit, mitten auf der Straße des Rechts“ (Spr 8:20).
  • „Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!“ – „Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen“ – „Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen“ – „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind“ – „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Ps 33:12; Ps 145:18; Ps 145:20; Röm 8:28; Joh 4:24).
  • „Die Gerechtigkeit der Frommen (die nicht listig sind, sondern aufrichtig) wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen durch ihre Gier“ – „Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!“ (Spr 11:6; Ps 106:3).

Im Alten Testament wurde die Wahrheit Gottes in Form des Gesetzes festgelegt. Dies war für den seelischen Menschen bestimmt, der nach dem Fleisch lebte. Das Gesetz war allerdings ein toter Buchstabe, d. h. kein Geist, der lebendig machen konnte. Dennoch wurde dadurch der Wille Gottes offenbart und der Mensch musste dieses Gesetz erfüllen, wenn er Gott wohlgefällig und mit ihm sein wollte. Mit der Erscheinung Jesu Christi kam etwas ganz anderes, nämlich die Wahrheit. Gott selbst erschien durch Jesus Christus: „Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben“ (Röm 3:21 f.).

Jesus Christus predigte das Wort der Wahrheit, welches die ganze Lehre des Neuen Testaments ist. Er sprach: „Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden“ (Mt 5:6). Das Evangelium Jesu Christi offenbart das Wesen Gottes, der die Liebe ist. In ihm gibt es keine Finsternis: „Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis“ (1 Joh 1:5). Wer mit Gott sein möchte und in sein ewiges, heiliges Himmelreich eingehen möchte, muss Gott erkennen: Er ist die Wahrheit, die Reinheit und die Gerechtigkeit! Keine Lüge oder Unreinheit wird in Gottes Reich eingehen, das ist völlig unmöglich!

Auch gibt es nur eine Wahrheit, nicht zwei oder drei. Durch die Menschen hat der Teufel viele „Wahrheiten“ geboren, doch sie alle sind nicht die Wahrheit! Die Wahrheit hat nur Gott allein. Diese Wahrheit Gottes hat einen Namen: Reinheit! „Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist“ (1 Joh 3:3). „[…] ein Vorbild […] in der Reinheit“ (1 Tim 4:12), „zu einem unvergänglichen und unbefleckten […] Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch“ (1 Petr 1:4). „Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen […]“ (1 Tim 1:5). „Den Reinen ist alles rein; […]“ (Tit 1:15)! „Selig sind, die reinen Herzens sind […]“ (Mt 5:8). „Seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch […]“ (1 Petr 2:2). Beispiele aus dem Alten Testament: Ps 119:140; Spr 30:5; Ps 18:31: „Die Worte des HERRN sind durchläutert!“ Sein Wort ist immer die Wahrheit, Reinheit und die vollkommene Liebe!

Gott ist die absolute Wahrheit und wer Gott als sein Leben haben und in ihm ewig leben will, muss das begreifen. Er muss diese absolute Wahrheit annehmen, sie mehr als sein eigenes irdisches Leben lieben lernen und sich selbst ihr völlig hingeben!

Das Geheimnis der Dreieinigkeit

„Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern […]“ (5 Mose 29:28). „HERR, mein Herz ist nicht hoffärtig, und meine Augen sind nicht stolz. Ich gehe nicht um mit großen Dingen, die mir zu wunderbar sind“, so betete David (Ps 131:1).

Apostel Paulus schreibt: „Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll. Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt“ (1 Kor 8:2 f.). Welche Erkenntnis ist ihm gegeben? Es ist definitiv nicht die Erkenntnis des Geheimnisses Gottes in der vollkommenen Fülle. Die Schrift sagt: Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber, wenn kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören und ich werde erkennen, wie ich erkannt bin (1 Kor 13:10,12). Diese Worte zeigen, dass uns – solange wir uns im physischen Leib befinden – lediglich teilweise eine Erkenntnis gegeben ist. Die vollkommene, vollumfassende Erkenntnis werden wir erst bekommen, wenn wir uns im geistigen Leib befinden werden.

Das Wort der Schrift sagt, dass das, was man von Gott erkennen kann, uns offenbart ist. D. h. dem Menschen ist es nicht gegeben, alles von Gott zu wissen, sondern lediglich das, was möglich und was notwendig ist. Deshalb sollte man sich in dieser Fragestellung keineswegs erheben und meinen, man hätte Gott bereits vollständig erkannt.

Was offenbart uns die Bibel über Gott? Gott ist nur einer, doch gleichzeitig ist er dreieinig: „Denn drei sind‘s, die da Zeugnis geben im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins“ (1 Joh 5:7-8). So ist auch der Mensch nach dem Ebenbild Gottes als dreieinig erschaffen: „[…] euren Geist samt Seele und Leib […]“ (1 Thess 5:23; 1 Mose 1:27). Das Wort wurde Fleisch, und es erschien Jesus Christus – der Sohn Gottes. Daher heißt es: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28:19 f.). Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind Gott, sie sind Eins – es gibt nicht zwei oder drei Götter (Gal 3:20). „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus“ (1 Tim 2:5). Es steht geschrieben: „damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist“ (Kol 2:2).

Über das Geheimnis Gottes sagt Jesus Christus: „Alles ist mir übergeben von meinem Vater. Und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater, noch, wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will“ (Lk 10:22).

Nicht nur einmal wird in der Heiligen Schrift gesagt, dass der Herr Jesus Christus der wahrhaftige Gott ist: „Dieser ist der wahrhaftige Gott […], der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit“ (1 Joh 5:20; Röm 9:5). Gott selbst nennt Jesus Christus Gott: „aber von dem Sohn: Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches. Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen“ (Hebr 1:8 f.). In diesen Versen wird Jesus Christus zweimal Gott genannt. Der Herr hat selbst auch bezeugt: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10:30). Trotz all dieser Bibelstellen bleiben Gott und seine Göttlichkeit im Ganzen – Christus eingeschlossen – ein großes Geheimnis, welches kein Mensch entschlüsseln und vollkommen deuten kann!

Das religiöse Christentum predigt heutzutage, dass Christus von den Toten auferstanden, zum Himmel aufgefahren ist und zur Rechten des Vaters sitzt. D. h. Christus thront mit Gott und der Heilige Geist – die dritte Persönlichkeit Gottes – ist zur Erde hinab gesandt, um zu wirken. Demnach wirkt nicht Christus in den Gläubigen (denn er ist im Himmel, zu ihm betet man), sondern der Heilige Geist wirkt selbstständig in den sogenannten „Christen“. Ist denn so eine Lehre richtig?

Die Schrift bezeugt, dass die früheren Propheten den Heiligen Geist innehatten (1 Petr 1:11). Der Herr sagte ebenfalls über sich selbst: „Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: Erstlich der, der ich mit euch rede (Kommentar: in der russischen Bibel steht: Ich werde sein, der von Anbeginn da war, der ich mit euch rede)“ (Joh 8:25). Vergleichen wir, was Gott zu Mose sagte: „Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt“ (2 Mose 3:14). Demnach gibt es Gott – den Vater, Gott – den Sohn und den Menschen Jesus Christus und Gott – den Heiligen Geist. Doch wer ist der Heilige Geist? Gott ist Geist (Joh 4:24); Jesus Christus ist auch Geist (2 Kor 3:17); der Geist Christi (Röm 8:9). Sind es etwa drei unterschiedliche Geister? Natürlich nicht! Gott ist der Heilige Geist und dieser Heilige Geist ist sowohl der Vater als auch der Sohn – das ist Eins! Den Vater gibt es nicht ohne den Sohn und den Sohn nicht ohne den Vater – beide sind der Heilige Geist und der Geist der Wahrheit. Darüber spricht der Herr ausdrücklich und klar: „Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn [den Vater] und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: HERR, zeige uns den Vater und es genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke“ (Joh 14:7-10).

Wie ist es nun zu verstehen: wer lebt in dem Menschen, der wahrhaftig gläubig geworden ist? Die Bibelstelle Römer 8,9 gibt darauf eine eindeutige Antwort: „Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“ Daraus ist klar ersichtlich, dass der Geist Gottes und der Geist Christi ein und derselbe Geist sind. Der Geist Gottes, der im Menschen lebt, ist der Geist Christi!

Der Herr sagte auch: „Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit […]. Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch“ (Joh 14:16,18). Als Christus über „einen anderen Tröster“ redete, sprach er über sich selbst. Er erschien seinen Jüngern nach der Auferstehung. Warum sprach er dann von einen anderen Tröster? Weil er als Mensch im Fleisch auf der Erde war. Und nach seiner Auferstehung war er nicht mehr im Fleisch, welches am Kreuz gekreuzigt wurde und starb, sondern er wurde zum Geist, der lebendig macht. „Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, wurde zu einem lebendigen Wesen, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht“ (1 Kor 15:45). Auch heute kommt der Herr als Geist, der lebendig macht, zu dem Menschen, der ihn annimmt. Er nimmt im Menschen Platz ein und wird zu seinem Gewissen, seinem Verstand, zu seinem Leben. „Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit“ (Kol 3:4).

Deshalb stimmt diese Lehre nicht, dass in der Welt der Heilige Geist und nicht Christus wirkt. Gott wirkt in der Welt: „ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen“ (Eph 4:6).

Und dennoch, es sind zwei, sagte Christus: „Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte niemand. Wenn ich aber richte, so ist mein Richten wahr; denn ich bin's nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat. Auch steht in eurem Gesetz geschrieben, dass zweier Menschen Zeugnis wahr sei. Ich bin's, der von sich selbst zeugt; und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt auch von mir. Da fragten sie ihn: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; […]“ (Joh 8:15-19). Der Herr sagte nicht: „Wir sind drei: ich und der Vater und der Heilige Geist“. Warum sprach er an dieser Stelle nur von zweien: Ich und der Vater? Das bleibt ein Geheimnis! Wieso sind Jesus Christus und der Vater zwei geworden? Weil das Wort der Wahrheit, der Geist der Weisheit, einen Leib bekommen hat – zunächst einen physischen Leib, damit es etwas zum Opfern gäbe (Hebr 8:1-4) – und nach der Auferstehung einen geistlichen Leib. Deshalb sind es zwei: der Vater und der Sohn, dabei sind sie aber auch eins und unzerteilbar! D. h. Gott selbst, seine ewige, unvergängliche Göttlichkeit und das Geheimnis des ewigen Lebens, bleibt in Verborgenheit und ist ein Geheimnis (Mt 6:6). Und bis zum heutigen Tage ist es den Menschen gegeben, daran zu glauben, oder eben nicht!

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